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Sonstiges 05.09.2014
Sonstiges 05.09.2014

Aus nach sechs Jahren Fotodienst Twitpic schließt seine Plattform

Shutterstock.com/BigLike Images
Shutterstock.com/BigLike Images

Ende September ist Schluss: Dann geht der Bilderdienst Twitpic offline, über den Nutzer Fotos auf Twitter teilen können. Grund für das Aus ist ein Namensstreit mit dem Kurznachrichtendienst.

Diesmal verliert David gegen Goliath: Der Druck von Twitter war dem Online-Dienst Twitpic, über den User Bilder im Kurznachrichtendienst teilen können, letztlich zu groß. Das Unternehmen geht am 25. September 2014 offline. Grund für die Entscheidung sei ein Namensstreit mit Twitter, verkündete Twitpic-Gründer Noah Everett in einem Blogeintrag am gestrigen Donnerstag.

Demnach habe der Messaging-Dienst gefordert, dass Twitpic einen Antrag auf den Schutz seines Markennamens zurückziehe. Andernfalls wolle der US-Konzern der Foto-Plattform den Zugang zum Twitter-Dienst sperren. Bis zum Ende des Start-ups, das 2008 gegründet wurde, sollen Nutzer ihre Bilder und Videos noch herunter laden können.

Dem Sender CNBC erklärte Twitter, man habe Twitpic erlaubt, den bisherigen Namen weiterhin zu nutzen. Allerdings wolle der Kurznachrichtendienst seinen eigenen Namen verteidigen, und dazu gehöre auch der Schutz der Marke. Deshalb ist Twitter seit Jahren darauf bedacht, dass sich App-Namen anderer Anbieter deutlich von seiner geschützten Marke unterscheiden.

Twitpic gehörte bislang zu den populärsten Diensten, mit deren Hilfe Nutzer Bilder bei Twitter einstellen können. Bereits 2010, zwei Jahre nach seiner Gründung, hatte das Start-up rund 6,5 Millionen angemeldete User. damals erhielt Gründer Noah Everett ein Übernahmeangebot in Höhe von zehn Millionen US-Dollar - und schlug es aus. Begründung: Der Dienst mache ihm zu viel Spaß.

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