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Heiko Hubertz Bigpoint
Sonstiges 24.10.2012
Sonstiges 24.10.2012

Spielebranche in der Krise Entlassungen bei Bigpoint und Zynga

Hubertz zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück.

Hubertz zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück.

Der Browsergame-Pionier Bigpoint wird von der Krise auf dem Spielesektor voll erfasst: Das Unternehmen entlässt 120 Mitarbeiter und schließt sein Büro in San Francisco. Auch Social Gaming-Anbieter Zynga muss seinen Personalstamm verkleinern.

In den USA fallen der Entlassungswelle bei Bigpoint 40 Mitarbeiter zum Opfer. Die Game-Schmiede schließt jedoch nicht nur das Büro in San Francisco: Auch in der Hamburger Zentrale müssen 80 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze räumen.

Mit dem Ende der kalifornischen Niederlassung stehen auch Änderungen für Bigpoint-Gründer und CEO Heiko Hubertz an, der zuletzt von dort aus gewirkt hatte. Dieser will sich nicht mehr um die Tagesgeschäfte von Bigpoint kümmern und gibt seinen Chefposten auf, um in den Aufsichtsrat zu wechseln. Seine Führungsposition im Vorstand übernimmt stattdessen Christian Unger.

Die Mitarbeiterkürzungen und Filialschließungen dürften wohl direkte Auswirkungen der stärkeren Konkurrenzlage auf dem Markt für Browser Games sein. "2011 war für uns noch ein gutes Jahr, aber in diesem Jahr sind wir bislang deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben", sagte Hubertz gegenüber der onlinespiele-branchenkrise-erfasst-bigpoint/70108584.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/it-medien/medien-internet:Financial Times Deutschland. Dennoch stehe ein Verkauf nicht zu Debatte, so Hubertz.

Auch bei Social Gamer Zynga sieht die Lage derzeit schlecht aus: Nach dem Abgang von zahlreichen hochrangigen Managern und einem schlechten Jahr an der Börse reagiert das Unternehmen jetzt mit einer Entlassungswelle. Fünf Prozent der Mitarbeiterschaft sind bereits entlassen worden, berichtet Reuters. Während das Bostoner Büro von Zynga mittlerweile geschlossen wurde, könnte ein ähnliches Schicksal auch die Niederlassungen in Japan und Großbritannien ereilen.

Zynga-CEO Mark Pincus will mit dem drastischen Schritt einen Sparplan durchführen: "Dies ist der schwierigste Teil eines Gesamtplans zur Kostendämmung. Das beinhaltet auch erhebliche Einsparungen beim Data Hosting, im Bereich Werbung und bei externen Diensten, vor allem unseren Zulieferern."

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