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Mathias Döpfner von Axel Springer
Sonstiges 04.03.2015
Sonstiges 04.03.2015

Geschäftszahlen 2014 Axel Springer: Plus bei Werbung, Minus bei Vertrieb

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE

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Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE

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Axel Springer zeigt sich mit dem Geschäftsjahr 2014 zufrieden: Der Konzern steigerte seinen Umsatz um 8,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Großer Treiber bleibt das Digitalgeschäft.

"Alle wirtschaftlichen und strategischen Ziele erreicht": Axel Springer zeigt sich mit den aktuellen Geschäftszahlen 2014 zufrieden. Der Konzern erwirtschaftete ein Umsatzplus von 8,4 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Der Vorjahresumsatz lag bei 2,8 Milliarden Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte nahmen die Konzernerlöse um 2,8 Prozent zu. Das Konzern-EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 507,1 Millionen Euro. Der Vorjahreswert lag bei 454,3 Millionen Euro.
 
Laut Axel Springer wurden die Zahlen, wie schon in den Quartalen zuvor, maßgeblich vom Wachstum der digitalen Aktivitäten getrieben. Diese erhöhten ihren Anteil am Konzern-EBITDA auf 72,1 Prozent und ihren Beitrag zum Konzernumsatz auf 53,2 Prozent. Die EBITDA-Rendite des Konzerns verbesserte sich von 16,2 auf 16,7 Prozent. "Unser Unternehmen hat sich strukturell und kulturell deutlich verändert. Axel Springer ist heute wirklich ein digitaler Verlag", betont Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer. "Im laufenden Jahr werden wir weiter konsequent in die digitale Expansion investieren", so Döpfner.

Werbeerlöse Top, Vertriebserlöse Flop

Durch das Wachstum der digitalen Medien legten die Werbeerlöse deutlich zu, während die Vertriebserlöse hinter dem Vorjahreswert zurückblieben. Die Werbeerlöse um 10,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse gab es laut Springer bei den Rubriken- und Vermarktungsangeboten. Das Unternehmen erwirtschaftete rund drei Viertel (74,5 Prozent) der Werbeerlöse mit den digitalen Aktivitäten.
 
Die Vertriebserlöse gingen vor allem aufgrund von Konsolidierungseffekten um 3,1 Prozent auf 735,3 Millionen Euro zurück. Bereinigt um diese Effekte verminderten sich die Vertriebserlöse um 1,3 Prozent. Die übrigen Erlöse verzeichneten vor allem durch Konsolidierungseffekte einen Zuwachs von 20,5 Prozent auf 487,5 Millionen Euro, der vor allem durch die Bezahl- und Vermarktungsangebote getrieben wurde. Bereinigt um diese Effekte betrug der Anstieg 5,1 Prozent.

Internationale Expansion der digitalen Aktivitäten

Wie sehr Axel Springer 2014 von der Digitalisierung des Konzerns profitierte, zeigen auch die die Pro-forma-Erlöse der digitalen Aktivitäten. Sie erhöhten sich auf 1,7 Milliarden Euro. Der Vorjahreswert lag bei 1,6 Milliarden Euro. Das organische Wachstum der digitalen Medien belief sich damit auf 8,7 Prozent.
 
Der Konzern konzentriert sich auch auf die internationale Expansion der digitalen Aktivitäten. In der Folge stiegen die Auslandserlöse von Axel Springer um 12,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen erwirtschaftete damit 43,1 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands.

Bezahl-, Rubrik- und Vermarktungsangebote

Im Segment Bezahlangebote lag der Fokus 2014 auf der Durchsetzung digitaler Bezahlangebote bei Bild und Welt. Sie verzeichneten Springer zufolge Fortschritte bei der Gewinnung zahlender Online-Abonnenten: Die Zahl digitaler Abonnenten von Bild stieg bis Dezember auf mehr als 253.000 und bei der Welt auf knapp 58.000. Damit erreichen beide Marken zusammen bereits über 311.000 digitale Abonnenten. Das Segment Bezahlangebote steigerte den Umsatz im Berichtsjahr um 2,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Konsolidierungseffekte lag der Umsatz um 1,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Werbeerlöse des Segments erhöhten sich um 1,1 Prozent, während sie konsolidierungsbereinigt einen Rückgang von 3,4 Prozent verzeichneten.
 
Der Umsatz im Segment Vermarktungsangebote erhöhte sich 2014 um 10,8 Prozent auf 794,1 Millionen Euro. Hierzu trug im Wesentlichen das Wachstum der Werbeerlöse um 10,0 Prozent bei. Die übrigen Erlöse legten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14,6 Prozent zu.
 
Das Segment Rubrikenangebote verzeichnete 2014 das stärkste Wachstum im Konzern. Sie erzielten 2014 ein Umsatzplus von 27,2 Prozent auf 512,0 Millionen Euro. Getrieben wurde dieses Wachstum sowohl durch die starke organische Entwicklung als auch durch Konsolidierungseffekte. Konsolidierungsbereinigt legten die Erlöse um 10,7 Prozent zu. Die Werbeerlöse des Segments stiegen um 29,0 Prozent. Die übrigen Erlöse gingen um sieben Prozent zurück. Das Segment Services/Holding verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 6,1 Prozent auf 170,5 Millionen Euro.

Anhaltendes Umsatz- und Ergebniswachstum in 2015 erwartet

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand ein anhaltendes Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Er rechnet mit einem Anstieg der Gesamterlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der geplante Anstieg der Werbeerlöse soll dabei den Rückgang der Vertriebserlöse und der übrigen Erlöse überkompensieren. Für das EBITDA rechnet der Vorstand mit einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich.

Wenn es um die Vermarktungstochter Axel Springer Media Impact (ASMI) geht, kann  der Konzern auch zufrieden sein. Wie die aktuellen Agof internet facts zeigen, liegt ASMI mit 33,2 Millionen Unique Usern auf Platz drei des Vermarkterrankings.

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