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Arcandor beantragt Staatsbürgschaft
Sonstiges 15.05.2009
Sonstiges 15.05.2009

Arcandor bittet Staat um Hilfe

Die Arcandor AG beantragt Staatsbürgschaften in Höhe von 650 Millionen Euro aus dem von der Bundesregierung aufgelegten Deutschlandsfonds. Zum Konzern gehören Thomas Cook, Primondo und Karstadt mit Ihren Internettöchtern.

Ein entsprechender Antrag über die Hausbanken werde für Ende kommender Woche angestrebt. Außerdem bewirbt sich das Unternehmen um einen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau aus dem dafür aufgelegten Sonderprogramm.

Dr. Karl-Gerhard Eick, Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG: „Wir wollen weder etwas geschenkt, noch wollen wir den Einstieg des Staates als Aktionär bei Arcandor beziehungsweise sonstige Sonder-Finanzspritzen. Was wir anstreben, ist eine staatliche Bürgschaft, die die derzeit mangelnde Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte temporär ausgleicht. “

Maßgebend für eine Bewilligung ist auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens. Arcandor ist mit seinen Handelssegmenten Karstadt und Quelle ein integraler Bestandteil der Versorgungsstruktur in Deutschland und sowohl volkswirtschaftlich als auch gesellschaftspolitisch relevant. Das Unternehmen beschäftigt 86.000 Mitarbeiter, davon 53.000 Mitarbeiter in Deutschland.

Zur Dachmarke Primondo gehören neben Quelle.de auch die die E-Commerce-Plattform myby, der Shoppingsender HSE24 und der Online-Weinhändler meevio. myby wurde erst im vergangenen Monat  in die eigenständige Einheit Atrys ausgegliedert. Primondo hält zudem 49 Prozent an neckermann.de.

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