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Sonstiges 15.12.2014
Sonstiges 15.12.2014

Bestellprozess Absprungrate im Warenkorb-Prozess senken

shutterstock.com/Andrey_Popov
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Viele Online-Shops verlieren ihre Kunden auf den letzten Metern. Dabei können oft schon ein paar redaktionelle Änderungen Kaufabbrüche verhindern.

Die durchschnittliche Absprungrate von Webshops beträgt im Warenkorbprozess über 40 Prozent. Kurz vor der finalen Bestätigung überlegen es sich viele Shopper dann doch noch mal anders. Oliver Podzun von Usability Hoch 3 verrät in elf kurzen Praxistipps, wie Betreiber von Online-Shops mit einfachsten Mitteln die Abbruchquote in Warenkorbprozessen verringern.

1. Erlauben Sie anmeldefreie Bestellprozesse

Die Erfahrungen zeigen: Weit über 30 Prozent der Besucher brechen einen Kaufvorgang ab, wenn sie sich im Bestellprozess registrieren müssen. Sollte eine Registrierung nicht zwingend notwendig sein, sind Shop-Betreiber gut beraten, wenn Sie an dieser Stelle kundenfreundlich argumentieren. Zum Beispiel mit "JETZT anmeldefrei bestellen!" und dieses Versprechen im Prozess auch leben.

2. Berücksichtigen Sie länderspezifische Kaufgewohnheiten

Ein Checkout-Prozess kann aus mehreren Schritten bestehen oder alle Eingabefelder auf einer Seite präsentieren (One-Page-Checkout). Was die bessere Variante ist, lässt sich nur selten pauschal beantworten, Häufig geben Produktart, Preis und auch regionale Vorlieben den Ton an. Grundsätzlich gilt: Je weniger, desto besser. Wer sich nicht sicher ist, führt am besten A/B-Tests durch, um den optimalen Checkout-Prozess für jede seiner Verkaufsregionen zu identifizieren.

3. Rechnen Sie in lokaler Währung ab

Treten Sie in der jeweiligen Landesprache und mit den lokal üblichen Bezahlmethoden auf. Achten Sie darauf, dass die lok ale Währung nicht nur im Shop angezeigt wird, sondern Ihr Kunde auch in der lokalen Währung abgerechnet wird.

4. Gewinnen Sie Vertrauen

Ist bei Ihnen alles sicher? Dann zeigen Sie es auch! Security-Badges, SSL-Zertifikate, Datenschutzrichtlinien und Gütesiegel wirken gegen eventuelle Vorbehalte der Kunden bei der Angabe persönlicher Daten.

5. Große, selbsterklärende Buttons mit Handlungsaufforderung

Größe, Farbe und Platzierung der Warenkorb-Buttons haben Einfluss auf die Conversion-Rate. Kundenfreundliche Buttons können die Conversion-Rate sogar messbar steigern. Und statt die Buttons nur mit "Weiter" zu beschriften, sollten diese stets erklären, wohin der Klick führt. Zum Beispiel: "Weiter zur Adresseingabe". Das gibt Ihren Kunden Sicherheit und Kontrolle über den Kaufprozess.

6. Vermeiden Sie überflüssige Eingabefelder

Weniger ist mehr: So sollten Privatkunden beispielsweise nicht durch Eingabefelder zur Firmenadresse oder Steuernummer verwirrt werden. Außerdem sollte die Lieferadresse nur dann angezeigt werden, wenn sie von der Rechnungsadresse abweicht. Fragen Sie nach einer Telefonnummer? Dann fragen Sie sich am besten auch, warum. Vermeiden Sie ebenfalls die Abfrage sensibler Daten, wenn Sie diese nicht unbedingt brauchen.

7. Führen Sie eine automatische Eingabeprüfung ein

Anstatt Eingabefehler erst nach dem Drücken des Senden-Buttons anzuzeigen, weisen Sie Ihre Kunden bereits während der Eingabe durch entsprechende Sonderfelder auf eventuelle Fehler hin. Usability-Studien zeigen, dass mit der automatischen Eingabeprüfung (online validation) die Erfolgsrate um 22 Prozent gesteigert werden konnte.

8. Weisen Sie auf landesspezifische Bezahlmethoden hin

Um den Onlineshop möglichst attraktiv zu gestalten, ist es wichtig, schon früh an den richtigen Stellen auf die verfügbaren Bezahlmethoden hinzuweisen. Lokale Bezahlmethoden wie beispielsweise "Klarna" in Schweden, "iDEAL" in den Niederlanden oder auch "Lastschrift" in Deutschland sollten für Besucher aus dem jeweiligen Land prominent dargestellt werden. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass zwischen Bezahlmethoden des Typs "Sofortige Zahlung und Produktauslieferung" und "Verzögerte Zahlung und Produktauslieferung" auch optisch unterschieden wird.

9. Kontaktinformationen anbieten

Must-have: Achten Sie darauf, dass die Telefonnummer des Kundenservices im Checkout- Prozess prominent dargestellt wird. Falls es beim Einkauf oder auf der Webseite ein Problem gibt, weiß der Kunde, an wen er sich wenden kann. Die wenigsten werden dies nutzen. Es schafft aber Vertrauen.

10. Optimieren Sie die Verfügbarkeit und Performance des Shops

Schnell und verfügbar sein! Rund 50 Prozent der Konsumenten erwarten, dass eine Website in zwei Sekunden oder weniger lädt. Aus Erfahrungen heraus verlassen circa 40 Prozent die Seite, wenn der Ladevorgang mehr als drei Sekunden dauert. Dies gilt nicht nur für die Homepage oder einzelne Produktseiten, sondern auch für jeden einzelnen Schritt beim Checkout. Sobald ein Shop nicht verfügbar ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde nicht wiederkommt.

11. Heben Sie die individuellen Vorteile Ihres Online-Shops deutlich hervor

Prahlen erlaubt: Wenn Sie Ihren Kunden beispielsweise eine längere "Geld-zurück-Garantie" anbieten als gesetzlich vorgeschrieben, dann weisen Sie doch auch explizit auf diesen kundenfreundlichen Services hin.

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