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Box von Outfittery
Sonstiges 29.05.2019
Sonstiges 29.05.2019

Curated Shopping für Männer Outfittery schnappt sich Wettbewerber Modomoto

Outfittery
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Der Curated-Shopping-Anbieter Outfittery fusioniert mit seinem Wettbewerber Modomoto. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen soll die Wachstumschancen vergrößern.

Der Abo-Boxen-Versender Outfittery fusioniert mit seinem Mitbewerber Modomoto. Das erklärte Outfittery-Gründerin Julia Bösch gegenüber dem Handelsblatt. Zusammen haben die beiden Curated-Shopping-Anbieter in den vergangenen zwölf Monaten rund 80 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Der Zusammenschluss sei ein Riesenschritt für beide Unternehmen und eröffne großartige Wachstumschancen, so Bösch.

Ein Vorteil der Fusion sei zudem, dass man die Datengrundlage zusammenlegen könne. Die vereinten Teams sollen künftig daran tüfteln, die 20 genutzten Algorithmen und Angebote treffsicherer zu machen. "Unser Angebot ist deshalb so gut, weil wir den persönlichen und menschlichen Service unserer Stilberater mit der Nutzung von Algorithmen verbinden", meint Bösch.

Firmierung unter der Marke Outfittery

Nach der Übernahme wird Modomoto nicht mehr unter seinem Namen firmieren, sondern unter der Marke Outfittery fortgeführt werden. Julia Bösch wird zudem die Leitung der beiden fusionierten Unternehmen innehaben. Andreas Fischer, der Teil der Modomoto-Geschäftsführung war, wird künftig die Position des Chief Strategy Officer ausüben. Ebenso werden das Management von Modomoto sowie die meisten der rund 450 Mitarbeiter übernommen. Die Mitgründerin von Modomoto, Corinna Powalla, wird hingegen nicht mehr operativ tätig sein, sondern nur noch als Anteilseignerin und Beraterin fungieren.

Der Outfittery-Service stellt Kunden je nach Bedürfnis individuelle Outfits zusammen. Auf der Internetseite machen diese zunächst Angaben zu Kleidungsstil und Größen, anschließend nehmen Style-Expertinnen Kontakt mit ihnen auf und stellen entsprechende Outfits zusammen.

Seit Beginn dieses Jahres empfiehlt Outfittery nicht nur komplette Outfits, sondern auch Einzelteile aus bestimmten Kategorien. Zudem können Kunden im Bestellprozess schon eine Vorschau der Artikelauswahl sehen und darauf reagieren. Über das Feature "Volltreffer" können Kunden per Swipe definieren, was sie mögen und was nicht.

Herkunft von Curated Shopping

Curated Shopping stammt ursprünglich aus den USA: Eines der ersten Unternehmen in diesem Bereich ist Stitch Fix. Der Curated-Shopping-Anbieter verschickt im Abomodell Modeboxen an Männer und Frauen und setzt dabei auf eine Mischung aus hoch entwickelter Personalisierung und dem Fingerspitzengefühl seiner Stylistinnen. Das 2011 gegründete Unternehmen zieht damit inzwischen mehr als 2,7 Millionen Kunden an.

Im Vergleich zu Europa sei der Markt in den USA bereits sehr ausdifferenziert, so Bösch. In Europa stecke der Service noch in den Kinderschuhen. Aus diesem Grund wird das fusionierte Unternehmen künftig auch nicht die Profitabilität anstreben, sondern auf Expansion setzen. Dazu habe man in Europa bereits weitere Länder im Blick.

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