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Sonstiges 14.03.2014
Sonstiges 14.03.2014

Sicherheitsprobleme WhatsApp hält Vorwürfe für "übertrieben"

Fotolia.com/Sergey Nivens
Fotolia.com/Sergey Nivens

WhatsApp weist Sicherheitsbedenken gegenüber seiner Messaging-Anwendung zurück - und stellt dennoch eine neue Variante im Google Play Store zum Download bereit.

"Übertrieben und unrichtig" nennt WhatsApp die Sicherheitsbedenken, die Anfang der Woche gegen die Messaging-Anwendung geäußert wurden. Ein holländischer Administrator und Hacker hatte publik gemacht, dass die Nachrichten  theoretisch über die Micro-SD-Karte zugänglich sind - eine Sicherheitslücke, die großes Aufsehen erregte.

Gegenüber Techcrunch erklärte nun ein Firmensprecher von WhatsApp, die Berichte über die Sicherheitslücke seien übertrieben gewesen. "Unter normalen Umständen sind die Daten auf einer Micro-SD-Karte nicht zugänglich. Nur wenn ein Nutzer Malware oder einen Virus auf sein Gerät herunterlädt, kann das Smartphone gefährdet sein." Damit lehnt WhatsApp jede Verantwortung ab und charakterisiert die Sicherheitslücke als ein allgemeines Problem.

Doch ganz so locker nimmt das Unternehmen die Vorürfe nicht: Die aktuelle Version der App, die über Google Play erhältlich ist, wurde überarbeitet, um die Nutzer gegen Schad-Apps zu schützen. Genauere Angaben zu dem Update liegen  nicht vor. Nach Informationen des ursprünglichen Entdeckers der Sicherheitslücke ist das Problem jedoch immer noch nicht behoben.

Laut Sicherheits-Report von Internet-Security-Spezialist Kaspersky sind Android-betriebene Smartphones besonders gefährdet, was Malware angeht: Rund 98 Prozent aller Viren richten sich gegen das Google-Betriebssystem.

Die Kommunikations-App WhatsApp wurde erst kürzlich für 16 Milliarden US-Dollar von Facebook übernommen und plant noch dieses Jahr die Einführung eines eigenen Mobilfunkangebots in Deutschland.

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