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Sonstiges 31.01.2017
Sonstiges 31.01.2017

Sechs Prozent der Belegschaft Fitbit: Stellenabbau nach schwachem Weihnachtsquartal

Der Smart-Wearable-Spezialist Fitbit steht unter Druck

Fotolia.com/Warren Goldswain

Der Smart-Wearable-Spezialist Fitbit steht unter Druck

Fotolia.com/Warren Goldswain

Weil die Geschäfte im wichtigen Weihnachtsquartal deutlich schlechter liefen als erwartet, trennt sich der Smart-Wearable-Spezialist nun von sechs Prozent seiner Belegschaft.

Der Fitness-Spezialist Fitbit greift nach einem unerwartet schwachen Weihnachtsgeschäft zu Stellenstreichungen. Rund 110 Mitarbeiter - sechs Prozent der Belegschaft - sollen ihre Jobs verlieren, wie die Firma aus San Francisco nun mitteilte. Insgesamt sollen die laufenden Kosten in diesem Jahr um rund ein Fünftel auf 850 Millionen US-Dollar gekappt werden.

Das wichtige Weihnachtsquartal lief viel schlechter als der bisher führende Anbieter von Fitnessbändern selbst erwartet hatte. Fitbit habe 6,5 Millionen Geräte abgesetzt - nach 8,2 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz werde in einer Spanne von 572 bis 580 Millionen US-Dollar liegen - während das Unternehmen 725 bis 750 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Im Weihnachtsgeschäft 2015 hatte Fitbit noch um 92 Prozent auf 712 Millionen US-Dollar gesteigert.

Zähes Geschäft

Die Fitbit-Aktie verlor im frühen US-Handel mehr als 13 Prozent auf gut sechs US-Dollar. Sie ist damit weit von ihren Höchstständen von fast 50 US-Dollar noch im Sommer 2015 entfernt - und Fitbit an der Börse nur noch rund 1,4 Milliarden US-Dollar wert.

Das Fitbit-Geschäft lief schon im Jahresverlauf 2016 zäher und die Prognose war bereits nach dem dritten Quartal reduziert worden. Die Firma ist ein Pionier bei Fitnessbändern, die Schritte, verbrauchte Kalorien und Puls messen - und baute das Angebot auch mit einer Sportuhr, einer vernetzten Waage und Trainings-Software aus. Noch vor kurzem bescheinigten Experten Fitbit einen Marktanteil von 25 Prozent im Geschäft mit den sogenannten Wearables am Handgelenk.

Doch der Marktführer gerät in eine Zange: Bei günstigen Geräten greifen chinesische Konkurrenten wie Xiaomi an, im oberen Preissegment brachte Apple pünktlich zum Weihnachtsgeschäft seine erneuerte Computer-Uhr Apple Watch auf den Markt.

Zudem entwickelte sich der Wearables-Markt insgesamt nicht so dynamisch wie noch vor einigen Jahren erwartet worden war. Bei Apple sanken die Verkäufe der ersten Watch-Generation laut Schätzungen von Marktforschern nach anfänglich großem Interesse deutlich. Der Smartwatch-Vorreiter Pebble ging aus dem Geschäft und Fitbit schnappte sich günstig einige Mitarbeiter und Technologien.

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