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Sonstiges 24.05.2016
Sonstiges 24.05.2016

Quartalszahlen windeln.de: Das China-Geschäft belastet die Prognose

Shutterstock.com/Halfpoint
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Der Online-Händler windeln.de konnte sein Wachstum gegenüber 2015 zwar steigern, dennoch korrigierte der Babyartikel-Versender seine Prognose für 2016. Grund dafür ist der Rückgang der Bestellungen aus China.

Der Babyartikel-Versender windeln.de hat seinen Umsatz gegenüber 2015 um 46 Prozent auf 52,1 Millionen Euro gesteigert. Zufriedenstellende Zuwächse verzeichnet das Unternehmen insbesondere in den Märkten im europäischen Ausland. Diese Shops trugen im ersten Quartal mit 12,2 Millionen Euro bereits einen Anteil von rund 21 Prozent am Gesamtumsatz bei.

Demgegenüber stehen die geringen Zuwachsraten in China. Der deutsche Online-Shop, über den auch die Geschäfte in China abgewickelt werden, verzeichnet gegenüber 2015 einen Zuwachs von 13 Prozent auf 34,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei -14,8 Prozent wie erwartet unter dem Vorjahreswert (-3,6 Prozent).

Korrektur der Prognose

Das Unternehmen korrigierte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2016. Der Online-Händler rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer bereinigten EBIT-Marge von -10 bis -12 Prozent. Die Rohertragsmenge soll bei mindestens 28 Prozent liegen.

Grund für die Korrektur sind die geringeren Umsatzerwartungen in China. Denn die chinesische Regierung hatte Anfang April ihre Importregeln und Zölle für Produktlieferungen nach China erhöht. Diese neuen Regeln haben die chinesischen Kunden merklich verunsichert, denn sie hielten sich im Monat April und Mai nach Angaben von windeln.de mit Bestellungen zurück.

Dennoch will windeln.de weiterhin auf den chinesischen Markt bauen und plant den Aufbau eines Tmall-Shops: "Wir sehen China weiterhin als wichtigen und attraktiven Markt, den wir durch die Eröffnung eines Tmall-Shops im zweiten Halbjahr weiter ausbauen wollen.", sagt Konstantin Urban, Mitgründer und Vorstandsmitglied von windeln.de.

Aktie erlebt Talfahrt

Auch an der Börse machten sich die rückläufigen Bestellungen aus China bemerkbar. Der Aktienkurs von windeln.de erlebte nun eine Talfahrt: Die Aktie des deutschen Babyausstatters rutschte an der Börse um knapp ein Viertel auf 6,63 Euro.

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