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Fake News
Sonstiges 26.04.2018
Sonstiges 26.04.2018

Kampf gegen Falschnachrichten EU will Verhaltenskodex großer Online-Unternehmen gegen Fake News

shutterstock.com/Timofeev Vladimir
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Bis Juli will die EU-Kommission einen Verhaltenskodex erarbeiten, um Desinformation im Netz einzudämmen und den Zugang zu vertrauenswürdigen Quellen zu erleichtern. Große Online-Unternehmen sollen das Vorhaben unterstützen.

Im Kampf gegen Falschnachrichten im Internet plant die EU-Kommission vorerst keine verbindlichen Vorschriften, sondern vertraut auf verstärkte eigene Bemühungen der großen Online-Unternehmen. Gemeinsam mit Internet-Plattformen und Medien soll bis Juli ein Verhaltenskodex erarbeitet werden, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Ziel soll sein, Desinformation einzudämmen und den Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen zu erleichtern. Qualitätsmedien und Faktenprüfer sollen gestärkt werden.

Angesichts der rasanten Ausbreitung von Falschnachrichten im Netz hatte das Europaparlament im Juni 2017 die Kommission aufgefordert, gesetzliche Maßnahme zu prüfen. Die Behörde entschied sich nach eigenen Angaben dagegen, weil das dringende Problem einer raschen Lösung bedürfe und ein Gesetzgebungsverfahren zu lange dauern würde. Der bis Juli geplante Kodex und die Selbstregulierung der Branche sollen schon bis Oktober "messbare Wirkung" bringen. Bleibe der Erfolg aus, seien gesetzgeberische Maßnahmen gegen "einige Plattformen" möglich.

Die Pläne der Kommission zur Stärkung von Qualitätsmedien bleiben vage. Sie kündigte eine neue Ausschreibung zur Produktion und Verbreitung von hochwertigen Inhalten über die EU an. Zudem werde sie Initiativen zur Stützung von Medienfreiheit, Pluralismus und Qualitätsjournalismus stützen. Die EU-Staaten würden ermutigt zu "horizontalen Unterstützungsmaßnahmen, um Marktversagen zu begegnen, das die Nachhaltigkeit von Qualitätsjournalismus beeinträchtigt", hieß es weiter.

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