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Stefan Groß-Selbeck
Sonstiges 24.11.2008
Sonstiges 24.11.2008

Stefan Groß-Selbeck verlässt Ebay

Der Ebay-Deutschland-Chef verlässt das schlingernde Schiff

Der Ebay-Deutschland-Chef verlässt das schlingernde Schiff

Nach diversen Dementi via Twitter jetzt die Bestätigung im Xing-Blog: Xing-Gründer Lars Hinrichs gibt die Geschäftsleitung an Ebay-Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck ab.Und der hat bei Ebay auch schon einen Nachfolger.

Die deutsche Web-2.0-Branche ist um eine weitere Gründerlegende ärmer: Xing-Gründer Lars Hinrichs will sich künftig um neue Geschäftsideen kümmern und gibt die Geschäftsführung ab. Wie Hinrichs im eigenen Xing-Blog bestätigt, wird Ebay-Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck sein Nachfolger und verlässt das schlingernde Auktionshaus Anfang kommenden Jahres. Neuer Allein-Geschäftsführer von Ebay Deutschland wird Frerk-Malte Feller, der bislang bereits der Geschäftsführung angehört hat. Das bestätigte Ebay-Sprecher Nerses Chopurian auf Anfrage. Ob es wieder ein "Triumvirat" aus drei Geschäftsführern geben wird, ist laut Chopurian offen, er gehe nicht davon aus. Grund dafür sei die Tatsache, dass Geschäftsfelder wie das Marketing für den deutschen Markt jetzt von der Schweiz aus erledigt würden.

Xing geht sein Gründer Lars Hinrichs indes nicht ganz verloren: Zum 15. Januar wechselt er in den Aufsichtsrat des Unternehmens. "Nachdem ich mit Stefan nun einen sehr erfolgreichen und vor allem im Internet sehr erfahrenen Manager als meinen Nachfolger an der Spitze von Xing gewinnen konnte, sind für mich die Weichen gestellt, um mich persönlich wieder stärker auf das zu konzentrieren, was mir als Unternehmer am Herzen liegt: Neue Ideen zu entwickeln und sie mit unternehmerischem Engagement umzusetzen", bloggt Hinrichs.

Bis dato hatte Hinrichs sämtliche Medienspekulationen über den Micro-Blogging-Dienst Twitter dementiert. Zuletzt ärgerte sich der Gründer über eine dpa-Meldung, in der spekuliert wurde, Hinrichs verlasse sein Unternehmen, weil Uneinigkeit über den Umgang mit Mitgliederdaten bestand: Es ärgere ihn, dass dpa jede positive Meldung über die erfreuliche Unternehmensentwicklung der sieben vergangenen Quartale geflissentlich ignoriere, um sich nur auf negative Meldungen zu stürzen, so Hinrichs sinngemäß. Das Gezwitscher indes lohnt sich wenigstens für die Abonnentenzahlen: Die stiegen allein seit Freitag um 100 Fellower.

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