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"Die Zukunft des E-Commerce"
Sonstiges 19.03.2013
Sonstiges 19.03.2013

INTERNET WORLD Business Beirat E-Commerce Pure Player verändern den Markt

Was sind die größten Herausforderungen für den Handel und worin besteht die Zukunft des E-Commerce? Darüber diskutierte der E-Commerce Beirat Business der INTERNET WORLD Business mit Branchenexperten.

Marcus Diekmann (Shopmacher), Florian Heinemann (Project A Ventures), Gerrit Heinemann (Hochschule Niederrhein) Jochen Krisch (Exciting Commmerce) und Michael Möglich (eBay) diskutieren mit Dominik Grollmann (INTERNET WORLD Business) auf dem ersten Tag der Internet World Messe, wohin die Reise im E-Commerce geht - und wie Händler sich dafür wappnen müssen.

Gerrit Heinemann betonte, dass sich das Berufsbild des Versandhändlers durch Pure Player radikal ändere. Umso wichtiger sei es für einen Händler, in Kanalkompetenz zu investieren, bevor er einen Online-Shop startet. Krisch nannte eine starke Verkaufskompetenz und die richtige Kundenansprache als wichtige Faktoren in der gegenwärtigen Marktlage. Für Michael Möglich ist die Investition in mobile Technologien ein wichtiger Punkt.

Riesen wie Amazon und Zalando, da waren sich die Diskutanten einig, verbrennen nicht blind Geld, sondern treffen eine rationale Entscheidung: "Wenn man wie Amazon in der Lage ist, Wachstum vorzufinanzieren ist das eine richtige Entscheidung", sagte Gerrit Heinemann. Amazon investiere mit gutem Weitblick und werde langfristig Wettberwerbsvorteile daraus generieren, ist sich auch Diekmann sicher.

Aber können sich Händler in diesem durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichneten Umfeld überhaupt behaupten? "Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man Online verkaufen könnte", doch hier fehle noch die Experimentierfreude, stellte Krisch fest. Anstatt die breite Masse anzusprechen, könne es lohnenswert sein, auf Nischen zu setzten. Als Beispiel nannte er Zappos und Notebooksbillger, die gezeigt haben, dass man mit der Ansprache spezieller Zielgruppen erfolgreich sein kann. Amazon und Zalando hätten in den vergangenen Jahren gezeigt, was möglich ist, aber die spannende Zeit steht uns noch bevor, so sein Fazit.

Um auf die bevorstehenden Veränderungen ausreichend gewappnet zu sein, ist Reaktionsfähigkeit das wichtigste, betonte Florian Heinemann. Der stationäre Handel muss sich neue Preismodelle überlegen, wenn er überleben will, sagte Diekmann. Gerrit Heinemann resümierte, dass die Grundsätze des Handels auch in Zukunft bestehen werden, aber besonders dem innerstädtischen Nonfood-Handel stehe eine düstere Zukunft bevor. Nur wer einen Mehrwert unabhängig des Kanals liefert und das Kundenbedürfnis in den Mittelpunkt stellt, habe eine Chance.

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