INTERNET WORLD Business Logo Abo
Apple-Update löst Problem mit iPhone-Ortungsdaten
Sonstiges 05.05.2011
Sonstiges 05.05.2011

Apple-Update löst Problem mit iPhone-Ortungsdaten Speicherung nur noch eine Woche

Apple reagiert auf die öffentliche Diskussion um die auf iPhone und iPad gespeicherten Bewegungsprofile der Nutzer und bringt ein Update für das Betriebssystem heraus, mit dem die Ortungsdaten nur noch eine Woche auf den Geräten gespeichert werden.

Das Update iOS 4.3.3 ist bereits verfügbar und soll den Datenschutz verbessern. Bislang sammelten die Apple-Geräte die Daten über Mobilfunkzellen und WLAN-Netze in denen sich iPhones und iPads bewegten und speicherten sie ohne Erlaubnis des Nutzers bis zu einem Jahr. Damit war das Erstellen von umfangreichen Bewegungsprofilen möglich, was in der Öffentlichkeit stark kritisiert wurde und in den USA zu einer Sammelklage von empörten Kunden führte.

Apple wies jedoch den Vorwurf die Benutzer auszuspionieren in einer Stellungnahme entschieden zurück und berief sich auf einen Software-Fehler. Jedoch wirft Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger dem Konzern vor, sie in der Vergangenheit wissentlich falsch über Datenschutzmaßnahmen hinsichtlich der über das iPhone genutzten GPS-Daten informiert zu haben. Auf Nachfrage hatte Apple der Ministerin im Juli 2010 versichert, dass ortsbezogene Daten nicht ohne Zustimmung der jeweiligen Nutzer aufbewahrt würden.

Mit dem Software-Update iOS 4.3.3, das Veränderungen beim iOS-Zwischenspeicher für Standortdaten umfasst, soll sich dies nun ändern. Mit dem Update wird die Größe des Zwischenspeichers reduziert, keine Sicherungskopie des Zwischenspeichers mehr in iTunes erstellt und der Zwischenspeicher vollständig gelöscht, sobald Ortungsdienste abgeschaltet werden.

Das könnte Sie auch interessieren