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Das LG G4 in Leder
Sonstiges 28.04.2015
Sonstiges 28.04.2015

Flaggschiff Lack oder Leder: LG zeigt das G4

Das LG G4 in Leder

LG

Das LG G4 in Leder

LG

LG hat sein neues Flaggschiff G4 gezeigt. Es hat erstmals eine Rückseite aus Leder oder schimmerndem Kunststoff. Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen.

Endlich mal wieder eine ungewöhnliche Hülle für ein Smartphone: LG kleidet die Rückseite seines neuen Flaggschiffs G4 in echtes Leder. Diesen abnehmbaren Akkudeckel gibt es in Braun, Schwarz und Rot, in der Mitte wird er von einer Naht geteilt. Alternativ kommt das Smartphone mit einer Akkuabdeckung aus Kunststoff in metallisch schimmerndem Gold, Silber und Weiß.

Der Nachfolger des LG G3 wurde jetzt auf einem Event in London vorgestellt. Wir konnten ihn bereits ausprobieren. Besonders gefallen hat uns der hochwertige Eindruck des ledernen Akkudeckels, der sich angenehm warm und natürlich anfühlt, aber in der beigen Variante auch etwas anfällig für Kratzer erscheint.

Gut ist deshalb, dass dieser vom Anwender ausgetauscht werden kann. Es wird aber auch Käufer geben, denen gerade diese Patina zusagt. Die Kunststoffvariante fällt optisch etwas ab, ist aber ebenfalls hochwertig. Dank des zu den Seiten hin abgerundeten Gehäuses liegt es gut in der Hand. Mit 9,8 Millimetern ist es aber nicht allzu dünn, auch das Gewicht von 155 ist eher durchschnittlich.

Starkes Doppel: Android 5.1 mit UX 4.0

Auf den ersten Blick ist auffällig, dass LG ganz auf Knöpfe oben und an den Seiten des Gehäuses verzichtet, sondern lediglich auf den schon bekannten zentralen Knopf auf der Rückseite vertraut, der von einer Wippe für die Lautstärke eingerahmt wird. Ein Doppeldruck auf diesen Button aktiviert die Kamera. Außerdem kann das Display durch ein doppeltes Klopfen aktiviert werden. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert dann aber sehr gut - auch für Linkshänder.

Das Betriebssystem ist Android 5.1, darauf setzt die hauseigene Benutzeroberfläche UX 4.0 auf. Sie enthält eine Funktion, die Fotos automatisch in chronologischen oder geografischen Alben anlegt. In der Event Pocket werden alle Ereignisse und Medien in einem Kalender zusammengeführt. Die vorinstallierte Software umfasst Google Docs, Sheets und Slides, außerdem gibt es insgesamt 115 GB Cloud-Speicher bei Google für zwei Jahre gratis.  

Erstmals wird ein IPS-Quantum-Display eingesetzt, das vor allem bei den Farben Rot und Blau eine bessere Farbdarstellung und insgesamt mehr Kontrast bieten soll und trotzdem stromsparend ist. Die Auflösung ist Quad-HD (2.560 x 1.440) wie beim G3, auch die Diagonale ist mit 5,5 Zoll gleich geblieben. Das Glas ist minimal gebogen und soll so Stöße besser absorbieren. Auf den ersten Blick macht die Anzeige vor allem einen sehr hellen und leuchtstarken Eindruck, die Farben wirken sehr lebendig. Spiegelungen lassen sich aber auch hier noch nicht ganz ausschließen.

LG vertraut auf sechs Kerne

Im Inneren werkelt erstmals der Snapdragon-808-Prozessor von Qualcomm mit sechs Kernen, der gegenüber der Achtkern-Version einen geringeren Stromverbrauch haben soll. Dazu schaltet zum Beispiel der Hauptprozessor ab, wenn auf dem Display nur ein starres Bild gezeigt werden muss. Der Arbeitsspeicher ist mit 3 GB schön umfangreich. An Datenspeicher stehen 32 GB zur Verfügung, die per MicroSD-Slot theoretisch um bis zu 2 Terabyte erweitert werden können. Im Moment haben die größten lieferbaren Karten aber nur 256 GB. 

Viel Wert legt LG auf die 16-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator. Die Linse soll mit F1,8“ die größte sein, die derzeit in einem Smartphone verbaut ist. Sie lässt mehr Licht durch als bisherige Linsen. Auch der Bildsensor ist 40 Prozent größer als beim G3. Dem Anwender stehen nicht nur diverse Automatikprogramme, sondern auch manuelle Einstellungen zum Beispiel für ISO-Werte oder Blendenzeiten zur Verfügung.

Der Blitz wird erstmals durch einen eigenen Farb- und Objektsensor unterstützt. Wie beim Vorgänger misst ein Laser die Entfernung zum Objekt und setzt den Autofokus. Fotografen können ihre Schnappschüsse erstmals neben JPEG auch im RAW-Format speichern. Videos lassen sich in 4K-Auflösung drehen.

Kamera hören aufs Wort

Die Frontkamera hat 8 Megapixel-Auflösung, Ein skurriles Detail: Beide Kameras lösen auch per Zuruf aus, unter anderem darf dazu das Wort "Kimchi" verwendet werden, das das koreanische Nationalgericht bezeichnet. Auch Gesten sind zur Steuerung möglich. Beim Ausprobieren hat uns vor allem beeindruckt, wie schnell und genau die Hauptkamera fokussiert und auslöst. Die Fotos sahen bei unseren ersten Schnappschüssen sehr hell und farbecht aus.

An Akkukapazität stehen 3.000 mAh zur Verfügung, der Kraftspender ist austauschbar. Drahtloses Laden ist mit der Standardversion nicht möglich, dafür wird aber ein Zubehör-Cover kommen. Weitere Features sind LTE, Bluetooth 4.1 und NFC.

Das G4 soll etwa einen Monat nach dem Start in Korea ab Anfang Juni auf den deutschen Markt kommen und wird über die Netzbetreiber sowie den Handel vermarktet. Die Lederversionen für 699 Euro wird zusätzlich mit dem Akkudeckel aus Kunststoff geliefert, die reine Plastikvariante kostet nur 649 Euro. Ein hochwertiges Stereo-Headset gehört zum Lieferumfang. Weiteres Zubehör wie Cover oder Bluetooth-Headsets bietet der Hersteller ebenfalls an.

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