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Sonstiges 10.03.2014
Sonstiges 10.03.2014

Prognose des Bitkom

ITK-Markt wächst nur wenig

Beliebt: Tablet-PCs

Shutterstock.com/Diego Cervo

Beliebt: Tablet-PCs

Shutterstock.com/Diego Cervo

Der Umsatz des deutschen ITK-Markts steigt in diesem Jahr nur leicht. Es gibt allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen. Vor allem Tablet-PCs und Spiele-Konsolen sind begehrt.

Der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird in diesem Jahr in Deutschland um 1,7 Prozent auf 153,4 Milliarden Euro steigen. Diese Zahl nennt der Hightech-Verband Bitkom zum Auftakt der CeBIT.

Dabei entwickeln sich die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich: "Das Geschäft mit Software und Dienstleistungen, wie auch die Umsätze mit Smartphones und Tablets wachsen überdurchschnittlich, Sprachdienste haben es weiterhin schwer", erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.
 

Die Informationstechnologie wird der Prognose zufolge um 2,9 Prozent auf 76,3 Milliarden Euro wachsen. Am schwächsten entwickelt sich dabei der Hardware-Markt, der mit einem Plus von 0,2 Prozent auf rund 21 Milliarden Euro praktisch stagniert. Grund ist erneut ein deutlicher Umsatzrückgang beim Geschäft mit Desktop-PCs und Notebooks, der aus einer rückläufigen Nachfrage sowie einem starken Preiswettbewerb resultiert. Gleichzeitig boomt der Absatz von Tablet-Computern (siehe Statista-Grafik). Der Umsatz mit IT-Dienstleistungen wie Beratung und Outsourcing wächst um 3,2 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Am größten ist das Wachstum im Softwarebereich, der um 5,3 Prozent auf 19 Milliarden Euro zulegen kann.
 
Die Telekommunikation wird der Prognose zufolge mit 0,4 Prozent auf 66 Milliarden Euro deutlich langsamer wachsen. Mit einem stabilen Wachstum von drei Prozent wie im Vorjahr legen dabei die Umsätze mit Infrastruktursystemen auf rund sechs Milliarden Euro zu. Stark gegenläufige Tendenzen gibt es beim Geschäft mit Endgeräten und Telekommunikationsdiensten. Während der Verkauf von Mobiltelefonen angesichts des anhaltenden Smartphone-Booms ein Plus von 8,0 Prozent auf rund zehn Milliarden Euro verbuchen kann, sinken die Umsätze mit Daten- und Sprachdiensten um 1,3 Prozent auf rund 50 Milliarden Euro.
 
Bei der Unterhaltungselektronik findet nach einem kräftigen Rückgang im Vorjahr wieder eine Erholung statt. Für 2014 rechnet der Verband mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent auf rund elf Milliarden Euro. Hauptgrund ist die neue Generation der Spielekonsolen, die für ein Umsatzplus bei den Geräten von mehr als 25 Prozent im laufenden Jahr sorgen soll. Zudem wird im Fußball-WM-Jahr eine Stabilisierung des zuletzt rückläufigen TV-Absatzes erwartet.

Mit rund 3.400 Ausstellern aus 70 Ländern verzeichnet die CeBIT in diesem Jahr ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die  Messe präsentiert sich 2014 als reine Business-Messe.

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