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Ärger um iPhone-Ortungsdaten
Sonstiges 03.05.2011
Sonstiges 03.05.2011

Ärger um iPhone-Ortungsdaten Falschinformationen für Bundesministerin

Der Ärger um die Sammlung von Ortungsdaten über das iPhone zieht nun auch in Deutschland Kreise. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger wirft Apple vor, sie auf Nachfrage wissentlich falsch über die Datenschutzmaßnahmen hinsichtlich der über das iPhone genutzten GPS-Daten informiert zu haben.

Bereits vor einem Jahr forderte Leutheusser-Schnarrenberger von Apple mehr Transparenz bezüglich der Speicherpraxis personenbezogener Daten. Das Unternehmen hatte daraufhin in einem Schreiben vom Juli 2010 an die Justizministerin versichert, ortsbezogene Daten nicht ohne Zustimmung der jeweiligen Nutzer aufzubewahren. Dies ist nach neuesten Erkenntnissen aber offenbar nicht der Fall. Apple schiebt die Schuld auf einen Programmierfehler.

Erst kürzlich hatte die Nachricht Wellen geschlagen, dass Apple über das iPhone kontinuierlich Positionsdaten der Nutzer abrufe und speichere - selbst wenn diese dazu keine Genehmigung erteilt hätten.

Laut Leutheusser-Schnarrenberger beweise die gegenwärtige Kontroverse erneut die Notwendigkeit von Datenschutzregularien für Privatunternehmen. "Apple ist in der Bringschuld, die von Steve Jobs viel beschworene Transparenz jetzt auch tatsächlich umzusetzen", zitiert Spiegel Online die Bundesministerin. Sie fordert Apple auf, Pläne darzulegen, wie das Unternehmen derartige Verfehlungen in Zukunft vermeiden will.

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