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Sonstiges 02.01.2014
Sonstiges 02.01.2014

Internet-Überwachung Apple dementiert Zusammenarbeit mit NSA

Die neuesten Enthüllungen über einen Equipment- und Dienstleistungskatalog der NSA-Abteilung TAO bringen Apple in Bedrängnis und forcierten ein Dementi des iPhone-Herstellers.

wehrt sich gegen die Anschuldigungen, in Zusammenarbeit mit der National Security Agency (NSA) eine Hintertür in sein Betriebssystem iOS eingebaut zu haben, die der NSA das Ausspähen von iPhone-Nutzern erlauben sollte. Aus einem der zahlreichen Dokumente der NSA-Abteilungen TAO ("Tailored Access Operations") und ANT, die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" Ende Dezember veröffentlicht hat, geht hervor, dass die NSA bereits im Jahre 2008 einen iOS-Trojaner namens "Dropoutjeep" entwickelt hat.

Der seinerzeit in Entwicklung befindliche Trojaner sollte das Ausspähen einer Vielzahl von System- und Nutzerinformationen ermöglichen - darunter Kontaktlisten, SMS-Nachrichten, GPS-Ortsangaben, Mikrofonaufnahmen und Videos über die eingebaute Kamera des iPhone. Ob der Trojaner je fertig entwickelt und eingesetzt wurde, geht aus den geheimen Dokumenten jedoch nicht hervor.

Apple versucht seine Kunden in einem aktuellen Statement zu beruhigen: "Apple hat niemals mit der NSA zusammengearbeitet, um eine Hintertür in irgendeines unserer Produkte, darunter auch das iPhone, einzubauen. Wir haben nichts von diesem NSA-Programm gewusst, das auf unsere Produkte abgezielt war. Die Sicherheit und Privatsphäre unserer Kunden liegt uns sehr am Herzen. (...) Wir werden unsere Ressourcen auch weiterhin dazu nutzen, unsere Kunden vor den Attacken böswilliger Hacker zu schützen - egal, wer hinter diesen Angriffen steckt."

Um möglichst viele Daten über Verdächtige zu generieren, nutzt der US-Geheimdienst sogar Google-Dateien. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge verwendet die NSA Cookies des Suchmaschinenkonzerns, um auf Rechnern von Internet-Nutzern Spähsoftware zu installieren.

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