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Sonstiges 12.11.2012
Sonstiges 12.11.2012

Einigung bei Apple und SBB 16 Millionen für Schweizer Bahnhofsuhr

Abgekupfert: Das Ziffernblatt stammt nicht von Apple selbst

Abgekupfert: Das Ziffernblatt stammt nicht von Apple selbst

Nicht nur beim iPhone orientiert sich Apple gerne einmal an Design-Konzepten anderer Hersteller. Auch für die Zeitanzeige des iPad hat das Unternehmen ohne Erlaubnis Patente anderer verwendet - in diesem Fall vom Bahnkonzern SBB. Doch die Schweizer waren nun zu einer Einigung bereit, die sie sich angeblich immerhin 16 Millionen Euro kosten ließen.

Apple und die Doppelmoral: Während der iPhone-Hersteller streng über seine eigenen Design-Entwürfe wacht und im Streitfall nicht gerade zimperlich vorgeht, übernimmt das Unternehmen selbst gerne ungefragt fremde Konzepte, Ideen und Patente. 

Im aktuellen Fall der berühmten Schweizer Bahnhofsuhr kam Apple immerhin günstiger davon, als manches von Apple verklagte Unternehmen. Apple hatte das Ziffernblatt mit dem schlichten und damit ideal zur Apple-Philosophie passenden Design ohne Erlaubnis als Zeitanzeige für das iPad verwendet. Das Patent dafür liegt jedoch beim Schweizer Bahnhofskonzern SBB – und der forderte auch prompt Schadenersatz.

Apple konnte sich Medienberichten zufolge nun mit der SBB auf eine einmalige Zahlung in Höhe von 20 Millionen Franken (16,6 Millionen Euro) einigen. Damit darf das Unternehmen aus Cupertino nun offiziell das populäre Design in die iPad-Software übernehmen.

Die Bahnhofsuhr war 1944 von Hans Hilfiker für die SBB entworfen worden. Sie gilt als Designklassiker, der unter anderem in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York und des Design Museum in London zu finden ist.

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