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Sonstiges 15.01.2013
Sonstiges 15.01.2013

"YouGov"-Umfrage: E-Mail-Marketing-Korrespondenz Kaum persönliche Informationen für Online-Händler

Immer weniger Kunden geben online persönliche Informationen für personalisierte Angebote an Händler weiter. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen "YouGov"-Umfrage von Emailvision. Demnach führt eine schlechte E-Mail-Marketing-Korrespondenz von Unternehmen zu einer ablehnenden Haltung gegenüber der Marke.

Drei Viertel der Verbraucher lehnen eine Marke aufgrund zu vieler E-Mail-Benachrichtigungen ab, für 71 Prozent haben unerwünschte E-Mails einen negativen Effekt. Das ergab die neueste "YouGov"-Online-Umfrage, die vom Mailingspezialisten Emailvision in Großbritannien durchgeführt wurde.

Auch eine inkorrekte Wiedergabe von Namen (50 Prozent) sowie eine falsche Geschlechterzuweisung (40 Prozent) verstärken die zunehmend negative Haltung gegenüber zuvor beliebten Marken im Online-Bereich. Der Umfrage zufolge wünschen 40 Prozent der 2000 Befragten für personalisierte Angebote keine Weitergabe ihrer persönlichen Daten an ein Unternehmen, in der Altersgruppe 55 plus steigt diese Zahl sogar auf 49 Prozent.

Nur eine recht geringe Anzahl der erwachsenen Online-Nutzer (28 Prozent) ist im Umkehrschluss dazu bereit, ihren Namen mitzuteilen. 37 Prozent geben online ihr Alter und 38 Prozent ihr Geschlecht an das Unternehmen weiter. Lediglich acht Prozent der Befragten teilen ihre persönlichen Daten gerne online mit und würden sogar für eine individuelle Ansprache ihre Unterwäschegröße verraten.

"Wenn ein Kunde etwas im Geschäft kauft, erhält man für das Produkt oder den erbrachten Service Geld. Wenn ein Kunde mit einem Online-Shop in Kontakt tritt, erhält er im Gegenzug für seine persönlichen Daten eine individuelle Beziehung mit der Marke. Ein Unternehmen, das diese persönlichen Daten nicht richtig nutzt, verliert genau das Wissen, welches das Geschäft in Zukunft positiv oder auch negativ beeinflussen kann", erklärt Neil Hamilton, Director Personalisation Sales bei Emailvision.

"Da Kunden eine immer größere Auswahl haben, werden sie auch anspruchsvoller und erwarten, von Marken in korrekter Weise angesprochen zu werden. Wenn sie von der einen Marke nicht die richtigen Angebote und Mehrwerte in der richtigen Form erhalten, wechseln sie einfach zu einer anderen Marke", so Tim Watson, E-Mail-Marketing Berater bei Zettasphere. Für ihn liegt der Schlüssel zum Erfolg für Werbetreibende nicht im Inhalt, sondern viel mehr in der intelligenten Nutzung der gesammelten Kundendaten.

Wie eine effektive E-Mail-Marketing-Kampagne aussehen sollte, hat Emailvision in einer Liste zusammengestellt, die Sie hier finden.

Tipps fürs E-Mail-Marketing

Um sicher zu gehen, dass Kunden eine Marke nicht aufgrund von schlechtem E-Mail-Marketing ablehnen, rät Emailvision:

  • Technologie nutzen, um die Lücke zwischen einer Marke und den Kunden zu schließen: Jede Interaktion, die ein Kunde mit einer Website hat – sei es das Suchen auf einer Website, das Öffnen und Klicken einer E-Mail, twittern oder der Online-Kauf –, kann zur Sammlung wertvoller Informationen genutzt werden. Heutzutage gibt es eine neue Generation von Software, die Unternehmen dabei unterstützt, diese sogenannten ‚Customer Intelligence’ Daten zu verstehen. CI Technologie ermöglicht es Marketing Managern, gezieltes und persönliches Marketing zu betreiben, das auf Kundenprofilen und/oder vergangenen Interaktionen mit der Marke basiert.
  • Den Kunden kennenlernen: Kunden sind Individuen und für Online-Marketing-Manager gilt es, mit ihnen eine persönliche und direkte Beziehung aufzubauen. Mit der Entwicklung von gezielten Nachrichten können Online-Marken ihre Kunden mit ihrem Wissen überzeugen. Durch diesen persönlichen Touch können Unternehmen relevanter und ansprechender kommunizieren.
  • Kunden motivieren: Kunden müssen überzeugt werden, ihre Daten weiterzugeben. Mit Hilfe von Wettbewerben und Sparangeboten wird die Aufmerksamkeit der Kunden geweckt und die Vorteile der Datenmitteilung verdeutlicht. 
  • Headline und Betreffzeile der E-Mail sind wichtig: Jeder Call to Action sollte den Kunden ansprechen – es ist also wichtig, mitreißend zu sein, Spannung aufzubauen und zu veranschaulichen, was die Marke so besonders macht. Diese Aufforderung sollte in der Überschrift enthalten sein und im Text der E-Mail noch einmal hervorgehoben werden. Es ist wichtig für den ersten Eindruck und die Betreffzeile entscheidet darüber, ob die Mail geöffnet wird oder nicht.
  • Angebote passend gestalten: Auf Customer Intelligence darf nicht verzichtet werden. Früheres Kaufverhalten und Informationen, die der Kunde bislang weitergegeben hat, können zur Entwicklung von zielgerichteten Kampagnen benutzt werden. Personalisierte Angebote können den Unterschied ausmachen zwischen einem Klick und einem Verkauf.