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Sonstiges 13.11.2012
Sonstiges 13.11.2012

Mobile Monitor 2012 Das Nokia wird genutzt, das iPhone wird geliebt

iPhones sind vor allem für Intensivnutzer attraktiv, Smartphones von LG oder Nokia hingegen werden vor allem zweckorientiert erworben. Die von Goldmedia im Mobile Monitor 2012 entwickelte Mess-Skala SUMS (Smartphone Usage Motivation Scale) zeigt, warum ein Nutzer ein bestimmtes Smartphone-Gerät bevorzugt.

Im Mobile Monitor 2012 hat das Marktforschungsinstitut Goldmedia Custom Research GmbH in Zusammenarbeit mit dem Online-Panel-Anbieter respondi AG die Motive von Smartphone-Nutzern analysiert. Die Studie, die zum zweiten Mal erscheint, basiert auf einer Onlinebefragung von rund 2.000 Smartphone-Nutzern in Deutschland. 

So lassen sich Smartphone-Besitzer in zwei Hauptgruppen unterscheiden: Es gibt zum einen die Viel-Nutzer, die von ihrem Smartphone fasziniert sind und eine starke Bindung zum Gerät haben ("High-Involvement-Typ"). Sie tragen ihr Gerät stets bei sich und nutzen es intensiv zu Hause oder unterwegs. Sie hören Musik, machen Fotos, rufen E-Mails ab, kommunizieren über soziale Netzwerke, probieren Apps oder Spiele aus und sind offen für neue Funktionalitäten und haben dementsprechend hohe Motivationswerte auf der SUMS-Skala. 

Die zweite Gruppe bilden die User, die ihr Smartphone eher zweckgebunden nutzen ("Low-Involvement-Typ"). Sie haben ihr Smartphone aufgrund äußerer Faktoren angeschafft, zum Beispiel aus beruflichen oder familiären Gründen, und nutzen ihr Gerät überwiegend zum Telefonieren und zum SMS-Schreiben. Das mobile Internet ist für sie nicht so wichtig - sie haben niedrige Motivationswerte auf der SUMS-Skala. 

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Klare Präferenzen

Die Analyse der Nutzungsmotive per SUMS nach Hersteller lässt klare Präferenzen der beiden Nutzer-Gruppen erkennen. Menschen mit einer hohen Nutzungsmotivation besitzen in der Regel ein iPhone oder ein Smartphone von HTC und Sony. Geräte von LG und Nokia werden dagegen von Nutzern mit geringen Motivationswerten bevorzugt. Zwischen beiden Nutzungstypen pendeln im Mittelfeld die Geräte-Marken Motorola und Blackberry. Samsung ist aufgrund der breiten Modellpalette in allen Segmenten erfolgreich. 

SUMS-Skala und strategisches Marketing 

LG adressiert mit seinen Marketingaktivitäten den „Low-Involvement-Typ“ und trifft damit genau die Zielgruppe, die laut Mobile Monitor 2012 Smartphones von LG nutzt. Die Produkt- und Marketingstrategie von Nokia dagegen zielt auf den „High-Involvement-Typ“, obwohl ihre Nutzer eine nur geringe Motivation zeigen. So wünscht sich fast ein Viertel der Nokia-Nutzer zum Teil ein „einfaches“ Handy zurück. Anders als beim iPhone werden Nokia-Smartphones genutzt, aber nicht geliebt. Blackberry gilt als typisches Business-Smartphone, was die Analysen bestätigen. Auch hier steht bei den Nutzern nicht die Faszination des Gerätes im Mittelpunkt. 

Die Goldmedia SUMS-Skala soll somit auch wichtige Informationen für das strategische Marketing der Hersteller liefern. So soll sich anhand der Motivationsstärke gut prognostizieren lassen, welches Smartphone ein User bevorzugen wird.

Zudem ist der Wert auf der SUMS-Skala auch ein Indikator für die Zufriedenheit der Smartphone-Besitzer.

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