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Sonstiges 26.02.2008
Sonstiges 26.02.2008

Ist die Zeit reif für RSS-Marketing im Shop?

Bereits mit geringem Aufwand lassen sich Inhalte anderer Webseiten in den eigenen Internetauftritt integrieren - mittels RSS-Feed. Gerade für Onlinehändler kann solcher Content wie Produktinformationen oder Branchennews von enormem Vorteil sein, wenn es um die Kundenbindung geht. Lesen Sie hier, wie Sie RSS-Feeds sinnvoll nutzen können...

Nur mit aktuellen und wirklich relevanten Produkt- und Marktinformationen können Sie Besucher dauerhaft an Ihren Shop binden. Aber selbstgeschriebene Berichte kosten Zeit - und somit Geld. Hier kann die Einbindung von Fremdinhalten helfen, natürlich unter Beachtung der Urheberrechte. Viele bekannte Informationsquellen erlauben bereits heute die Anzeige der verlinkten Überschriften und bieten einen sogenannten RSS-Feed an.

RSS (die Abkürzung für Really Simple Syndication, zu deutsch etwa "wirklich einfache Verbreitung") ist ein elektronisches Nachrichtenformat, das dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website - oder Teile davon - als sogenannte RSS-Feeds zu abonnieren oder in andere Websites zu integrieren (nach Wikipedia).

Mit geringem Aufwand lassen sich Inhalte durch dieses standardisierte Format dynamisch auf den eigenen Seiten einbauen. Wie kann sich ein Shopbetreiber diese Mechanismen zu Nutze machen?

Zwei Ansätze sind zu unterscheiden:

1. Integration fremder Inhalte per RSS in den eigenen Shop.

Es gibt zahlreiche Newsfeeds von Nachrichtenportalen, mittlerweile aber auch von Herstellern, mit Produktinformationen und Neuigkeiten aus der Branche. Solche RSS-Inhalte können Sie auf verschiedene Arten in Ihren Shop einbauen, um Ihre Kunden zu regelmäßigen Besuchern zu machen. Auf den folgenden Ebenen können Sie dabei ansetzen:

  • Shopsoftware

Für Standard-Shopsoftware gibt es von den Anbietern Anleitungen zur einfachen Integration, zum Beispiel für XT Commerce oder Oxid Esales. Inhalte werden dann direkt im Shop angezeigt, beispielsweise in der Seitenleiste oder auch im zentralen Bereich.

  • PHP

Diese Lösung bietet sich eher für die technisch Versierten unter uns an. Damit ist eine sehr flexible und individuelle Anzeige der Inhalte möglich. Allerdings müssen Sie etwas von PHP-Programmierung verstehen.

  • JavaScript

Falls Ihr Webspace beziehungsweise Provider PHP nicht unterstützt, können Sie die RSS-Inhalte mittels JavaScript - zum Beispiel mit "Feed2JS” - auf der eigenen Seite einbinden.

  • Blog-Plug-In

Sollen die Inhalte in Ihrem Blog erscheinen, gibt es fertige Plug-Ins, die man nutzen kann. Für Wordpress beispielsweise gibt es WP - RSS Import Two.

  • Forum / Forensoftware

Aktuelle Forensoftware offeriert meist bereits eine RSS-Schnittstelle direkt oder als Plug-In. Beispielhaft sei hier vBulletin genannt, das über den so genannten RSS Feed Posting Robot Inhalte einlesen und direkt im Forum ausgeben kann.

  • Widgets

Widgets sind eine einfache und elegante Art, RSS-Inhalte kompakt anzuzeigen. Diese Komponente ist mit wenigen Klicks auf Ihrer Seite eingebaut, da die Programmlogik in der Regel schon vom Widget-Anbieter bereit gestellt wird. Die Technik hinter dem Widget kann Java-Script oder auch Flash sein. Eine Vielzahl an vorbereiteten Widgets gibt es zum Beispiel bei Widgetbox.com.

2. Das Anbieten der eigenen Inhalte als RSS-Feed für andere Websites.

Einige Shop- und CMS-Systeme können RSS-Feeds schon von Haus aus generieren. Andere lassen sich leicht mit bestehenden Plug-Ins (kostenlos oder kostenpflichtig) erweitern. Aber welche Daten sollte man als Shopbetreiber in einem RSS-Feed zur Verfügung stellen? Sinnvoll sind natürlich die neuesten oder die beliebtesten Produkte. Aber auch die am meisten angesehenen Produkte können eine interessante Information darstellen.

Fazit

Gerade die Integration fremder Inhalte per RSS ist einfach und kann leicht getestet werden. Achten Sie darauf, dass die Inhalte nicht von Konkurrenzseiten oder Seiten mit anderen Händlern kommen. Denn dann laufen Sie Gefahr, dass Ihre Benutzer von Ihrer Seite weggeleitet werden und nicht zurückkehren. Reine Produkt- und Herstellerinformationen sowie News bieten sich eher an. Es lohnt sich also, diese Möglichkeiten mit in künftige Überlegungen einfließen zu lassen.

Viel Erfolg bei der RSS-Einbindung wünscht Ihnen Ihr,

Ulrich Hafenbradl,

E-Shop-Experte von www.trustedshops.de

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