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Sonstiges 02.01.2013
Sonstiges 02.01.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 2. Januar 2013 Zalando startet Ableger für Luxusmode

Willkommen zurück, liebe Leser des morgendlichen E-Commerce-Trends-Newsletters. Wer in den Tagen seit Weihnachten lieber Plätzchen genascht als Fachmagazine und Blogs gelesen hat - wir bringen Sie in den nächsten zehn Minuten in Sachen E-Commerce wieder up to date.

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- NEWS -

Zalando hat unter Emeza.de einen Online-Shop für Designermode und Luxus gestartet. Das Ziel: Eine einzigartige Auswahl der neuesten Kollektionen internationaler Luxusmarken, junger Designer und seltener Contemporary Lines zu bieten und einen völlig neuen Dialog zwischen Marke und Kunden zu schaffen. Mit 30 Designern, die aktuell auf Emeza.de vertreten sind, ist der neueste Zalando-Spross aber noch weit davon entfernt, etablierten Playern wie Net-à-Porter oder Mytheresa ernsthaft Konkurrenz zu machen. Zu den ersten Marken zählen 7 For All Mankind, Citizens of Humanity, DKNY, Michael Kors, Love Moschino oder Missoni. Geliefert wird Zalando-typisch kostenlos und "innerhalb kürzester Zeit". Das Rückgaberecht beträgt - anders als bei Zalando - nur 30 Tage. Retouren sind kostenfrei. "Wir befinden uns erst am Anfang dieser Reise und planen noch viele weitere Schritte um unsere Ziele zu erreichen", so die offizielle Aussage. "Ein passioniertes Team und die gesamte Organisation arbeiten intensiv daran, das Start-Up zum Erfolg zu bringen." Gute Kontakte zur Luxusmodebranche sind ja vorhanden. Immerhin stieg jüngst der Luxuskonzern PPR als Investor bei den Samwers ein. >>>via Mail Men

Kaufhof hat 2012 rund 25 Millionen Euro Online-Umsatz erzielt. Im Jahr davor lag der Umsatz noch bei zehn Millionen Euro. Für das neue Jahr rechnet der Vorstandsvorsitzende Lovro Mandac mit einer "weiteren deutlichen Steigerung". >>>Wiwo.de

Expedia hat für 477 Millionen Euro 61,6 Prozent der Anteile an der deutschen Hotelsuchmaschine Trivago übernommen. Auf der Plattform werden jährlich mehr als 100 Millionen Hotelsuchen durchgeführt. Der Nettoumsatz für 2012 wird auf rund 100 Millionen Euro beziffert. >>>ZDNet

Lieferheld.de muss aktuell einen Strafbefehl der Berliner Staatsanwaltschaft gegen seine Gründer verdauen. Laut Deutsche-Startups.de sollen die Betroffenen "gemeinschaftlich gewerbsmäßig ohne Einwilligung von Pizza.de nicht unwesentliche Teile einer Datenbank wiederholt und systematisch vervielfältigt und öffentlich wiedergegeben haben". Entsprechende Vorwürfe wurden bereits im Januar 2011 laut. >>>Deutsche-Startups.de

Amazon bekommt wieder einmal Ärger mit Verdi. Im neuen Logistikzentrum in Pforzheim würden Dumping-Löhne bezahlt, die zwei Euro unter dem baden-württembergischen Versandhandelstarif lägen, so der Vorwurf. Amazon sieht dies anders. Man zahle zusätzlich zum Monatsgehalt leistungsbezogene Bonus-Leistungen und verteile Aktienpakete an langjährige Mitarbeiter, so die Rechtfertigung. >>>Textilwirtschaft.de

C&A hat es im Oktober mit rund drei Millionen Besuchern laut Marktforscher Nielsen erstmals in die Top Ten der meistbesuchten deutschen Online-Shops geschafft. Spitzenreiter ist Ebay (21,8 Millionen Besucher) vor Amazon (21,6 Millionen), Otto (6,6 Millionen) und Zalando (vier Millionen). >>>Textilwirtschaft

Weltbild-Chef Carel Halff glaubt, dass bis zum Jahr 2015 zwischen 15 und 25 Prozent aller Bücher in Deutschland als digitale Ausgaben verkauft werden. Schon heute betrage der Anteil digitaler Bücher am gesamten Online-Buchumsatz mehr als zehn Prozent. Der hauseigene "eBook Reader 4" wurde zu Weihnachten in sechsstelliger Stückzahl verkauft. >>>Pressemitteilung

Unister-Gründer Thomas Wagner hält in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Vorwürfe gegen sein Unternehmen weiterhin für unbegründet und das drastische Vorgehen der Behörden für nicht nachvollziehbar. Man habe einen Bescheid aus dem Jahr 2002 des damaligen Bundesaufsichtsamtes für Versicherungswesen, der den Stornoschutz nicht als genehmigungspflichtiges Versicherungsgeschäft ansieht, weswegen auch keine Versicherungssteuer zu bezahlen sei. Auch en Finanzamt-Betriebsprüfer sei im Rahmen einer Betriebsprüfung für den Zeitraum 2004 bis 2006 zu dem Ergebnis gelangt, dass keine Versicherungssteuerbarkeit, sondern eine Umsatzsteuerbarkeit vorliege. Er könne nicht nachvollziehen, warum man die Rechtsfrage nicht zunächst von den zuständigen Verwaltungsgerichten beantworten lässt, bevor man ein Unternehmen mit 1.900 Mitarbeitern und seinen Geschäftsführer und Gründer öffentlich der Steuerhinterziehung beschuldige und obendrein nicht vorbestrafte Manager tagelang in Untersuchungshaft nehme. >>>FAZ.net

- INTERNATIONAL -

Casino, einer der größten Supermarktbetreiber Frankreichs, testet aktuell die Akzeptanz von virtuellen Shopping-Regalen. Kunden können in "Belles Feuilles"-Märkten in Paris und Lyon Produkte von Plakatwänden per Smartphone und Casino-App Produkte scannen und dann nach Hause liefern lassen. Umgesetzt wurde das Projekt von den französischen Agenturen Adactive und OgilvyAction Paris. >>>Toute la Franchise

Orell Füssli hat seinen Discount-Ableger Storyworld.ch geschlossen und will sich künftig auf das Online-Geschäft unter Books.ch konzentrieren. Storyworld.ch war ursprünglich dazu gedacht, den Schweizer Markt von Deutschland aus zu Discountpreisen beliefern zu können, falls die Buchpreisbindung eingeführt worden wäre. Dagegen allerdings hatten sich die Schweizer Verbraucher ausgesprochen - die Doppelstrategie wurde dadurch hinfällig. >>>Carpathia-Blog

The Billionaire Shop heißt ein neuer US-Webshop, in dem Superreiche per Mausklick Penthäuser, Privatinseln oder Yachten für Millionenbeträge ordern können. Die beliebtesten Produkte sind aktuell Luxusyachten und Privatjets. >>>Mashable.com

Für Amazon entpuppte sich der 26. November als weltweit bester Tag im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. 306 Produkte pro Sekunden wurden an diesem Tag geordert, das summiert sich auf 26,5 Millionen Bestellungen in 24 Stunden. >>>The Wall Street Journal

Amazon (II) hat Tausende Bewertungen von Büchern gelöscht. Betroffen sind vor allem Bewertungen von Verwandten oder Freunden der Autoren. Man erlaube keine Buchbesprechungen von Personen oder Firmen mit finanziellem Interesse an dem Titel oder an einem konkurrierenden Produkt", heißt es zur Begründung. Das schließe die Autoren ein. >>>Golem.de

Amazon (III) kostet die aktuelle Berichterstattung über die eigenen Steuertricks Sympathiepunkte bei den Verbrauchern - allerdings weniger in Deutschland als in Großbritannien. Während in Deutschland die Imagewerte nur leicht von 88 auf 85 Punkte blieben, was dem Internet-Riesen weiter die Spitzenposition als beliebtester Online-Händler in Deutschland beschert, knickte der Index in Großbritannien von 92 Punkten Anfang November auf 76 Punkte im Dezember ein. Tendenz weiter fallend. Inwieweit sich dies auf den Umsatz in Großbritannien auswirkte, wird sich zeigen. >>>Wiwo.de

- BACKGROUND -

Rund zehn Prozent des deutschen Weihnachtsgeschäfts wurden in diesem Jahr online abgewickelt, schätzt Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Niederrhein. Angesichts der Tatsache, dass der Handel rund ein Drittel des Gesamtumsatzes in der Duisburger City in den fünf, sechs Wochen vor Weihnachten erzielt werde, sei die Veränderung "schon gravierend". >>>RP-Online.de

Gratisversand ließ die Kassen der US-Webhändler in der letzten vollen Woche vor Weihnachten ordentlich klingeln, ermittelte Marktforscher comScore. Am "Free Shipping Day" (17. Dezember) wurden 1,01 Milliarden US-Dollar für Online-Einkäufe ausgegeben. Insgesamt lagen die Umsätze zwischen dem 1. November und dem 21. Dezember in den USA mit 38,7 Milliarden US-Dollar 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei zeigte sich auch verstärkt eine Trend zu Last-Minute-Käufen. Die Umsätze in der Worche vom 17. bis 21. Dezember lagen in diesem Jahr 53 Prozent über dem Vorjahreswert. 3,7 Milliarden US-Dollar wurden allein in diesem Zeitraum erwirtschaftet. >>>TechCrunch

Während sich der stationäre Handel über das diesjährige Weihnachtsgeschäft eher klagend äußert, zeigt sich der Online-Handel mit der Umsatzentwicklung zufrieden. 88 Prozent konnten den Umsatz steigern oder zumindest auf Vorjahresniveau halten, zeigt eine Umfrage von Oxid eSales. >>>ecommerce-vision.de

Der Online-Handel muss in diesem Jahr mit steigenden Kosten für seine Logistikpartner rechnen. In den USA erhöhten die drei größten Transportunternehmen, USPS, UPS und FedEx, die Preise im neuen Jahr. Der Online-Marktplatz eBay rät seinen Handelspartnern dennoch dazu, Kunden weiterhin Gratisversand anzubieten. >>>eCommerce Bytes

- ZAHL DES TAGES -

Neue Kundschaft für den M-Commerce: 17,4 Millionen iOS- und Android-Geräte wurden laut dem auf mobile Plattformen spezialisierten Analyse-Dienst Flurry weltweit allein am 25. Dezember erstmals aktiviert. Mehr als die Hälfte davon waren Tablets. 2011 lag die Zahl der Neuaktivierungen zu Weihnachten bei 6,8 Millionen Geräten. Der Tablet-Anteil betrug damals 20 Prozent. >>>Heise.de

- GEHÖRT -

"Das ist kein Online-Boom, das ist ein Tsunami,  der derzeit über die Handelswelt hinwegfegt und nahezu alles verändert."
Alexander Margaritoff, CEO des börsennotierten Weinhandelskonzerns Hawesko, sieht den E-Commerce-Anteil in der Versandparte von Hawesko jedes Jahr "kontinuierlich" um 15 bis 20 Prozent wachsen. Mittlerweile sei man am Umsatz gemessen der größte E-Commerce-Weinversender der Welt. Dafür investiere man aber schon seit Mitte der 90er Jahre in den Kanal - und wolle auch weiter Unternehmen aufkaufen. >>>Welt.de

"Was Fab.com sicher besser kann als alle anderen E-Commerce-Startups ist Schaum schlagen ohne Ende. Es wird sich allerdings weisen, ob wir hier eher das nächste Amazon oder das nächste Boo.com erleben."
Exciting-Commerce-Berater Jochen Krisch hält die zur Schau gestellte Experimentierfreude von Fab.com zwar für bemerkenswert. Doch seien die Erwartungen bei einem Kapitaleinsatz von 150 Millionen US-Dollar auch andere als bei einem Startup, das dasselbe Maß an Agilität und Innovationsfreude mit einem Zehntel des Kapitals hinbekommt. >>>Exciting Commerce

"There's lots going on in this space, and it's all driven by Amazon. It's noch really being driven by consumers at the moment."
Tom Allason, Gründer des britischen Same-Day-Delivery-Dienstes Shutl.com, hatte in diesem Weihnachtsgeschäft viel zu tun. Aus Angst vor Amazon testeten viele Shop-Anbieter Same-Day-Delivery und machten es - anstelle von Gratislieferung - zum diesjährigen Promotion-Tool. >>>NYTimes.com

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