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Jeder Wurf ein Treffer?
Sonstiges 28.10.2009
Sonstiges 28.10.2009

Jeder Wurf ein Treffer?

Genau diejenigen Nutzer zu erreichen, die sich für das beworbene Produkt interessieren - das verspricht Targeting. Ob diese Technologie einen Ausweg aus der Werbeflaute bietet, diskutierten Experten auf den Münchner Medientagen.

Keine einheitlichen Kriterien, keine einheitliche Technologie und damit keine einheitliche Kontaktsteuerung - die Faktoren bremsen Ulrich Kramer von pilot 1/0 zufolge den Erfolg von Targeting: "Dazu kommt ein enormer personeller Aufwand in den Agenturen." Er fordert eine zentrale Kampagnenplanung und -umsetzung durch den Werbetreibenden oder seine Agentur. Seine These: "Was wir heute online üben, wird künftig auf allen digitalen 1:1-Kanälen wie Mobile, TV und Radio eingesetzt werden."

Stephan Noller von nugg.ad: "Targeting ist der Oberbegriff dafür, dass ich die Werbung intelligent ausliefere. Es bringt Effizienzgewinne, der Streuverlust sinkt, die Conversions steigern." Da rechne sich auch der höhere Preis für die Zielgruppengenauigkeit.

Targeting werde in vielen Fällen erfolgreich eingesetzt, so Christian Bachem von companion. Viele Marketer der Markenartikler hielten sich jedoch noch zurück, weil ihnen die Umsetzung zu schwierig erscheine. Dabei habe der Preisverfall bei der Displaywerbung des Aufschlag fürs Targeting bereits wieder ausgeglichen.

Markus Saller von der Verbraucherzentrale Bayern sieht Targeting kritisch. Werbung und Inhalte sollten für den Verbraucher deutlich getrennt werden: "Wenn die User nicht mal mehr merken, dass sie beworben werden, hat die Werbung ihr Ziel erreicht."

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