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Peer Steinbrück über die deutsche Internetwirtschaft
Sonstiges 23.04.2013
Sonstiges 23.04.2013

Peer Steinbrück über die deutsche Internetwirtschaft Weltmarktführerschaft im Blick

Steinbrück fordert eine "Kultur des Scheiterns"

Steinbrück fordert eine "Kultur des Scheiterns"

Deutschland kann die nächste industrielle Revolution anführen - wenn traditionelle Industrie und die digitale Wirtschaft ihr Know-how kombinieren. Davon zeigt sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf der Next13 überzeugt. 

Große Worte auf der Next13 in Berlin: "Deutschland wird die nächste industrielle Revolution anführen, bei der das Digitale die traditionelle Wirtschaft durchdringt." Das verkündet Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD für die Wahl im September 2013. Seine Begründung: Durch ihren hochentwickelten industriellen Kern sei die deutsche Wirtschaft der anderer Länder überlegen.

Steinbrück lobte die Unternehmer aus der Internetbranche. Er habe auf seinen Reisen viele Internetprofis kennengelernt, die gut dotierte Jobs ausgeschlagen hätten, um eine eigene Firma zu gründen. "Was mir am meisten aufgefallen ist: Sie alle wollen ihre Visionen umsetzen", so Steinbrück. "Und wir brauchen Visionen, die unsere Entscheidungen leiten."

Damit seine Vorstellung von der ökonomischen Dominanz Wirklichkeit wird, muss die Politik muss Steinbrück zufolge drei Bereiche stärken:

1. Infrastruktur - Breitbandanschlüsse müssen auch in der Fläche verfügbar sein
2. Bildung - die Schulbildung muss digitale Kenntnisse vermitteln. Jeder Schüler braucht einen Laptop
3. Unternehmertum - mehr Venture-Kapital für Gründer durch öffentliche und private Förderungen

Doch nicht nur die Politik, auch die Einstellung der Menschen müsse sich wandeln, fordert der Kanzlerkandidat: "Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns." Nicht alles müsse perfekt sein. Wichtiger sei es, dass junge Menschen experimentieren dürften: "Ohne Versuch, gibt es auch keinen Erfolg."

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