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Sonstiges 20.10.2011
Sonstiges 20.10.2011

Tipps fürs Mailmarketing Der Weg ins persönliche Adressbuch

Mailmarketing ist einer der wichtigsten Bereiche im Onlinemarketing. Worauf Unternehmen achten sollen, damit ihre Aussendungen nicht nur ankommen, sondern auch beachtet werden, erklärt der Mailmarketingspezialist optivo.

Newsletter-Anmeldung mit möglichst vielen Touchpoints

Sorgen Sie dafür, dass sich die Nutzer zu jedem Zeitpunkt und mit möglichst wenigen Klicks für Ihre Newsletter anmelden können. Orientieren Sie sich hierbei an der Faustregel, dass jeder zusätzliche Klick, um sich für einen Newsletter anzumelden, rund 50 Prozent der Interessenten „kostet“.

Machen Sie Ihre Newsletter-Anmeldung deshalb zu einem Blickfang. Platzieren Sie die Anmeldemöglichkeit immer an den „gelernten“ Stellen: Im oberen Kopfbereich, in der seitlichen Marginalspalte und im Fußbereich einer Webseite. Platzieren Sie die Anmeldung nicht nur auf Ihrer Homepage, sondern auch auf allen Unterseiten und in Ihrem Online-Shop. Veröffentlichen Sie Ihr Newsletter-Angebot zudem auf jedem bereits eingerichteten Online-Formular. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen Sie auch durch eine attraktive grafische Gestaltung und eine charakteristische visuelle Kennung.

Unser Tipp: Unterstützen Sie auch eine mündliche und telefonische Newsletter-Anmeldung durch Ihre Mitarbeiter mit Außenkontakt.

Klare Absenderkennung und Versandadresse immer beibehalten

Die Absenderkennung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im E-Mail-Marketing. Diese Kennung wird von den Empfängern noch vor der Betreffzeile wahrgenommen – und sollte deshalb kurz und griffig gewählt werden. Berücksichtigen Sie auch, dass praktisch alle E-Mail-Programme eine längere Absenderkennung automatisch abschneiden. Die Kennung sollte einen Marken- oder Produktnamen enthalten und kann mit Bezeichnungen wie „Newsletter“ oder „Service“ kombiniert werden.

Wichtig ist auch, dass Sie die einmal verwendete Versandadresse auf Dauer beibehalten (wie sonderangebote@firma.com). Unbekannte oder häufig geänderte Versandadressen werden von den E-Mail-Diensten immer wieder aufs Neue aussortiert – und Ihre E-Mails landen entsprechend im Spamordner Ihrer Abonnenten oder werden nicht einmal dort zugestellt.

Idealerweise bringen Sie Ihre Empfänger auch dazu, Sie in ihr persönliches Adressbuch aufzunehmen. Befindet sich Ihre Versandadresse einmal in einer solchen Liste, werden Ihre Newsletter mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch regelmäßig zugestellt.

Basislayouts auch bei Bildunterdrückung sicherstellen 

Immer wieder werden ausgeklügelte Designs durch die Bildunterdrückung der E-Mail-Programme ausgehebelt. Um die Empfänger dennoch durch die E-Mail zu navigieren und zum Klick zu bringen, sollten alle grafische Elemente einer E-Mail mit einem so genannten Alt-Text versehen werden. Dadurch machen Sie wichtige Informationen auch bei blockierten Bildern und Grafiken unmittelbar zugänglich.

Technisch gesehen basiert der Alt-Text auf einem HTML-Attribut, mit dem sich Alternativtexte festlegen lassen, die bei eingestellter Bildunterdrückung und Ladeproblemen anstelle der grafischen Elemente angezeigt werden. Es empfiehlt sich immer alle Bilder, Grafiken und Call-To-Action-Buttons mit einem passenden Alt-Text zu hinterlegen.

Für jeden E-Mail-Marketer besonders interessant: Beim Alt-Text können mit Hilfe von Stylesheets auch Schriftart, Farbe, Schriftgröße etc. formatiert werden. Dadurch ist es auch bei Bildunterdrückung möglich, visuelle Akzente zu setzen und den Blickverlauf der Nutzer zu lenken.

Online-Formulare richtig gestalten

Fragen Sie bei der Newsletter-Anmeldung immer so wenig Daten wie möglich ab (Stichwort Datensparsamkeit). Sie sollten für jedes einzelne Datenfeld überlegen, ob Sie die entsprechende Information wirklich benötigen und auch verarbeiten können.

Sofern umfangreichere Online-Formulare unerlässlich sind, sollte das Abfragedesign mehreren Grundregeln folgen. Die Erfahrung bei Profilierungskampagnen zeigt, dass kleinere Formulare aufgrund der reduzierten Größe von den Nutzern häufiger ausgefüllt werden. Platzieren Sie auch die Eingabefelder immer in der tatsächlich notwendigen Länge. Fassen Sie zudem zusammenhängende Datenfelder möglichst in einer einzigen Zeile zusammen (z. B. PLZ/Ort, Straße/Hausnummer und Vorname/Nachname). Zugleich sollte das gesamte Formular inkl. Absende-Button ohne zu scrollen auf einer Seite sichtbar bleiben. Lässt es sich nicht vermeiden, gleich umfangreichere Daten zu erheben, empfiehlt sich ein „Split“ in kleineren Häppchen über mehrere Seiten.

Sicherheitsnetze spannen

Durch E-Mail-Pre-Header gezielte Informationen platzieren

 Als Pre-Header wird der Einstiegsbereich einer E-Mail bezeichnet. Meist wird diese Vorschauzeile für die Verlinkung auf die Online-Version eines Newsletters genutzt. Da der Pre-Header in einer E-Mail als erstes wahrgenommen wird, ist der E-Mail-Marketer gut beraten, in diesem Bereich besonders wichtige Informationen zu platzieren.

Welche Maßnahmen im Pre-Header besonders empfehlenswert sind? Platzieren Sie für eine regelmäßige E-Mail-Zustellung eine Aufforderung, um von den Empfängern in das persönliche Adressbuch bzw. die Liste sicherer Absender aufgenommen zu werden. Alternativ können Sie im Pre-Header auch auf die mobile E-Mail-Version für Smartphones und Mobilgeräte verlinken. Eventuell empfiehlt sich auch die Platzierung verlinkter Handlungsaufforderungen oder Incentives, um Klicks auf die gewünschte Landing Page zu „forcieren“. Für Weiterempfehlungen per „Tell a friend“ oder Social Media können Sie auch entsprechende Hinweise im Pre-Header veröffentlichen. Zudem sind für eine noch zielgenauere Zielgruppenansprache im Pre-Header auch Links zu den E-Mail-Einstellungen (Frequenz / Format) und Präferenzen (Themen / Produktkategorien) gut aufgehoben.

Weiterführende Informationen als „Sicherheitsnetz“ im Fußbereich

Auch der Raum zwischen den E-Mail-Inhalten und dem abschließenden Footer mit dem Impressum und der Newsletter-Verwaltung sollte genutzt werden. Haben die Empfänger diesen Bereich einmal erreicht, dann kann es sein, das sie bis hier noch keine interessante Information gefunden und geklickt haben und sich unter Umständen von dem Newsletter abmelden möchten. Es empfiehlt sich deshalb in diesem Bereich eine Art Sicherheitsnetz vorzusehen, um unentschlossene Leser dennoch zu aktivieren und zum Klicken zu animieren.

Wie Sie Ihr Sicherheitsnetz ausspannen? Verlinken Sie im Anschluss an den E-Mail-Body auf unterschiedliche Produktkategorien, Marken oder Rubriken Ihrer Webseite. Verweisen Sie auch auf Ihre Maßnahmen auf Facebook, Twitter & Co. – allerdings nur in Verbindung mit einem damit verbundenen Mehrwert. Online-Händler sind zudem gut beraten, saisonale Specials und anstehende Festtage sowie damit verbundene Aktionen genau in diesem Zwischenbereich zu bewerben.

Vorteile und Inhalte des Newsletter-Abos erfolgreich darstellen 

Angesichts der Fülle an verfügbaren Newslettern, sind die Nutzer heute sehr viel wählerischer, bis sie sich anmelden. Potenzielle Abonnenten möchten genau wissen, was sie nach der Newsletter-Anmeldung erwartet. Sie kommen deshalb nicht darum herum, die Vorteile und Inhalte Ihrer Newsletter bereits vorab möglichst ausführlich zu präsentieren. Verlinken Sie beispielhaft auf die letzten Ausgaben Ihrer Newsletter. Informieren Sie über häufige Themen und stellen Sie den Mehrwert in den Mittelpunkt Ihrer Vorteilskommunikation.

Was die Newsletter-Interessenten besonders überzeugt? Bieten Sie den künftigen Abonnenten einen exklusiven Zugang zu kostenfreien und rabattierten Angeboten. Praktisch immer „funktionieren“ auch detaillierte Produkt- und Event-Informationen sowie ein exklusiver Zugriff auf digital archivierte Zusatzinformationen. Empfehlenswert ist zudem das Versprechen auf Sonderangebote, die zunächst nur im Newsletter angekündigt werden oder die mit begrenzter Stückzahl vorzugsweise Newsletter-Abonnenten zur Verfügung gestellt werden. Anreize wie Gutscheine und Rabatte überzeugen ebenso.

Wichtig: Halten Sie auch, was Sie versprechen!

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