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Sonstiges 19.03.2012
Sonstiges 19.03.2012

Die E-Commerce-Trends des Tages - 19.03.2012 Verkaufspartys zuhause werden wieder salonfähig

Ausgerechnet das Internet befeuert ein Geschäftsmodell, das seit Jahrzehnten eigentlich als altmodisch gilt: Verkaufspartys. Tupper, Avon & Co. bekommen Konkurrenz von neuen Startups wie dem Online-Juvelier Juvalia. Außerdem handelt sich Groupon in Großbritannien in großem Stile Ärger mit der Handelsaufsicht ein, Fab.com will in zwei Jahren ein Viertel seines Umsatzes mobil erzielen und wenn Sie heute in Ihrem Ladengeschäft einen Kunden mit seinem Smartphone Preise vergleichen sehen - handeln Sie rasch (Rauswurf ist aber keine Lösung!): Die Chance ist hoch, dass er gerade bei der Konkurrenz einkauft.

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- NEWS -

Juvalia.de heißt ein neues Start-up für luxuriösen Schmuck vom Inkubator Springstar. Nach dem US-Vorbild Stella & Dot bringt Juvalia seine Waren vor allem durch unabhängige Beraterinnen nach Tupperparty-Manier direkt in die Wohnzimmer der Kundinnen. >>>Deutsche-Startups.de

eBay verliert seinen General Manager of Fashion. Miriam Lahage, die das Amt im Februar 2010 übernahm, will sich neuen Aufgaben in der Wirtschaft widmen. Ihre Position soll nicht neu besetzt werden. Stattdessen würden ihre Aufgaben delegiert, heißt es. >>>Fabeau

Groupon bekommt Ärger vom britischen Office of Fair Trading (OFT). Die Handelsaufsicht konstatierte massenhafte Verbraucherbeschwerden über die Art und Weise, wie das Unternehmen Deals bewirbt, Produkte beschreibt und Nutzer behandelt. Anschließende Untersuchungen hätten eine Reihe von Beispielen zutage gefördert, bei denen Groupon aus OFT-Sicht Verbraucherschutzrechte breche. Besonders besorgt zeigte sich das OFT im Hinblick auf Preisgestaltung, Werbung, Erstattungen, AGB und die Interaktion mit Händlern. >>>GigaOm

Bodymetrics, ein Spezialist für 3D-Scanning von Körperformen, hat eine Art Umkleidekabine entwickelt, die den Körper vermisst. Die Basis bildet Microsofts Kinect. Erster Einsatzort ist Bloomindale's in Los Angeles. An einer Lösung für zuhause wird noch gearbeitet.  >>>Basic Thinking

Fab.com zeigt sich hocherfreut über die wachsende mobile Kundschaft. Internen Analysen zufolge würden iPad-Besucher schneller zu Neukunden konvertieren als der sonstige Durchschnittsbesucher. Im Schnitt liege die Konversionsrate bei zehn Prozent. Darüber hinaus kaufen iPad-Kunden häufiger ein und generieren auch höhere Warenkörbe. In zwei Jahren, so schätzt der Shopping-Club für Designprodukte, würden iPad-Nutzer rund ein Viertel des Gesamtumsatzes einspielen. >>>Techcrunch

Auch Rakuten gibt Einblick in seine M-Commerce-Statistiken. Die Transaktionsraten stiegen um 50 Prozent, wenn ein PC-User beginne, über das Handy einzukaufen, so das Unternehmen. Sie stiegen um weitere 50 Prozent, wenn der Nutzer ganz auf ein Smartphone wechsele und nochmals um 50 Prozent, wenn native Apps zum Einsatz kämen. >>>Pressebox.de

Dolce & Gabbana zeigt sich besorgt über zu lange Ladezeiten seines Webshops und hat über eine Lösung von Akamai die Ladezeiten weltweit auf unter 1,5 Sekunden gedrückt. >>>Retail Info Systems News

- BACKGROUND -

Der Beitrag des Internets zur deutschen Wirtschaftsleistung wird von 75 Milliarden Euro 2010 auf 118 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 steigen, glauben die Marktforscher von Boston Consulting. Damit läge der Anteil des Web am Bruttoinlandsprodukt bei vier Prozent. Kein Grund für die deutsche Internet-Wirtschaft, besonders stolz zu sein: In Großbritannien lag der Online-Anteil am Bruttoinlandsprodukt schon 2010 bei 8,3 Prozent, 2016 soll er auf 12,4 Prozent steigen. >>>WallStreet Journal

Pinterests beliebteste Board-Kategorien heißen "Home", "Arts and Crafts", "Style und Fashion" und "Food". Was Webhändler wie Guess, Lands End, Birchbox oder Whole Foods daraus machen, hat etailment zusammengestellt. >>>etailment

Der Schweizer Versandhandel erwirtschaftete 2011 Umsätze in Höhe von 4,4 Milliarden Euro, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, ermittelte der Verband  des Schweizerischen Versandhandels (VSV) zusammen mit der GfK. Der Anteil der Online-Bestellungen liegt bei 54 Prozent. Insgesamt wuchs der Markt für Online-Bestellungen um zwölf Prozent. Der Anteil mobiler Bestellungen habe sich verdreifacht. >>>carpathia e-commerce blog

Der Schuhhandel in Deutschland musste im Jahr 2011 einen Umsatzeinbruch von zwei Prozent auf rund 7,8 Milliarden Euro verkraften. Die Online-Player indes legten um 3,2 Prozent zu. Jeder zehnte Euro, den Deutsche in Schuhe investieren, fließe aktuell ins Netz, schätzt der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels. >>>Fabeau

Mobiler Preisvergleich in stationären Läden hat offenbar fatale Folgen für die Händler: 29 Prozent der Kunden, die bei stationären Händlern vor Ort via Smartphone Preise vergleichen, kaufen die Produkte anschließend online ein. Großer Gewinner hierbei ist Amazon, zeigt eine aktuelle Studie vom US-Marktforscher ClickIQ.  >>>Internet Retailer

American Express hat mit seiner Twitter-Kampagne (Tweet gegen Rabattgutschein bei Handelspartnern) ins Schwarze getroffen. Laut einer Analyse von Visibli haben 25.705 Twitter-Mitglieder an der Aktion teilgenommen. Insgesamt 156.415 Hashtag-Meldungen wurden getweeted und Rabatte in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar gesammelt. Die über die Aktion generierten Umsätze sollen sich auf 7,1 Millionen US-Dollar belaufen. >>>Social Commerce Today

Online-Reisebüros in Europa verzeichneten 2011 fast ein Fünftes mehr Buchungen als im Vorjahr, konstatiert Marktforscher Ystats.com. Während in Großbritannien inzwischen jeder zweite Tourist seinen kompletten Urlaub im Web bucht, neigen die Deutschen dazu, billigere Urlaube online zu buchen. Für teurere Reisen gehen sie aber weiterhin ins Reisebüro. >>>FTD.de

- ZAHL DES TAGES -

Zwei Euro pro Kopf geben deutsche Verbraucher akutell für Lebensmittel im Internet aus. Wohlgemerkt nicht pro Woche oder Monat, sondern pro Jahr. Das wird künftig aber anders, prognostizieren die Auguren von A.T. Kearney und stellen bis 2016 spektakuläre Umsatzzuwächse von 700 Prozent in Aussicht. >>>Welt Online

- GEHÖRT -

" Auf Zehnjahressicht sollte man von einer Verdreifachung des heutigen Online-Marktvolumens ausgehen. Was zu Teilen vom wachsenden Kundenzuspruch für die heutigen Online-Player getrieben wird, was aber vor allem neuen Playern sehr viel Spielraum eröffnet, um sich konsequent Marktpotenziale zu erschließen, sprich: einerseits die Schwachpunkte des stationären Einzelhandels auszunutzen und gleichzeitig die Defizite der heute gängigen Online-Konzepte auszugleichen."
E-Commerce-Berater Jochen Krisch anlässlich seines aktuellen Hockeystick-Szenarios für den deutschen Versandhandel, das prognostiziert, dass der Markt im Jahr 2024 - und damit ein Jahr früher als bisher geschätzt - die 100-Milliarden-Euro-Umsatzmarke reißen wird. >>>Exciting Commerce

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