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Hanse Ventures sucht Unternehmensgründer
Sonstiges 18.05.2010
Sonstiges 18.05.2010

Hanse Ventures sucht Unternehmensgründer Mit vereinten Kräften erfolgreich gründen

Die vier Gesellschafter hinter Hanse Ventures wollen mit Ihrem neuen Unternehmen Start-ups und Unternehmensgründern unter die Arme greifen. Internetworld.de sprach mit Sarik Weber, Managing Director bei Hanse Ventures über Startschwierigkeiten junger Unternehmer, neue Konzepte und interessante Nischen im Onlinebusiness.

Was ist das Ziel von Hanse Ventures?

Sarik Weber: Wir wollen gemeinsam mit ambitionierten Unternehmern Firmen gründen. Dazu sondieren wir Nischen und spannende Segmente im Internet, in denen man noch etwas machen kann. Darunter können zum Beispiel Branchen sein, die in der Offlinewelt durchaus ein spannender Markt sind.

Das Unternehmen sitzt in Hamburg, wer sind Ihre Mitstreiter?

Weber: Hanse Ventures wird von dem artaxo-Gründer Jochen Maaß und mir als operative Gesellschafter geführt. Dazu konnten wir mit Bernd Kundrun, dem Ex-Vorstandsvorsitzenden von Gruner+Jahr und Rolf Schmidt-Holtz, CEO von Sony Music Entertainment zwei weitere nicht-operative Gesellschafter aus der klassischen Wirtschaft mit an Bord holen.

Welche Segmente werden Ihrer Meinung nach noch nicht ausreichend online abgedeckt?

Weber: Das Thema Hochzeiten wird beispielsweise im Internet noch nicht professionell genug bedient. Die Feiern werden immer aufwändiger, teurer und individueller. Dafür bietet das Internet bislang vor allem kleine Seiten, aber kein großes Hochzeitsportal, das alle Informationen rund um das Thema bündelt. Das ist das Sujet des neuen Start-ups Joni Wedding, das das Portal Hochzeitsplaza.de betreibt.

Ist das ein komplett neues Konzept auf dem deutschen Markt?

Weber: Wir haben in Deutschland noch nichts Ähnliches gefunden, sondern es handelt sich dabei ein eigenes Konzept. Das Unternehmen sitzt ausnahmsweise in München. Denn die meisten der Start-ups sitzen in Hamburg, weil wir die Nähe zu den Gründern suchen und täglich mit ihnen arbeiten wollen.

Wie viele Unternehmen stehen denn bislang auf der Planungsliste?

Weber: Wir starten mit fünf bestehenden Unternehmen, die wir als Beteiligung in Hanse Ventures eingebracht haben und fünf neuen, von denen eines das Hochzeitsportal ist. Wir wollen uns jedes Jahr an sechs bis acht neuen Unternehmen beteiligen.

Teil 2: Welche Möglichkeiten bietet Hanse Ventures?

Haben Sie noch weitere konkrete Beteiligungen in Aussicht?

Sarik Weber: Das zweite Unternehmen ist Carmio, ein Preisvergleichsportal für Autoteile. Das Thema ist auch sehr spannend, denn der Markt ist auch noch recht unübersichtlich. Hinter Carmio.de liegt eine Datenbank mit bislang 3,2 Millionen Autoteilen. Dabei konzentrieren wir uns zunächst auf Neuteile. Später sollen dann auch Gebrauchtteile aufgenommen werden. Die User können dort exakt nach dem benötigten Teil suchen und erhalten eine Liste von verschiedenen Anbietern und deren Preise.

Das Konzept ist aber nicht neu, Mitbewerber wie daparto sind in diesem Markt ja schon länger aktiv.

Weber: Ja, die verfolgen einen ähnlichen Ansatz. Allerdings sind wir der Meinung, dass man das noch besser lösen kann. Zum Beispiel kann die Nutzerführung noch besser und die Suchfunktion noch genauer werden. Auch die Datenbank und die dahinterliegenden Angebote könnten noch größer ausfallen.

Was hat Hanse Ventures den Start-ups zu bieten?

Weber: Wir wollen nicht nur einmal Geld geben und uns dann zurückziehen, sondern zusammen mit den Gründern erfolgreich sein. Dabei kümmern wir uns um alle Dinge, die Gründer am Anfang aufhalten. Wir stellen die Programmierung, das Design, Suchmaschinenmarketing, Affiliate Marketing sowie die ersten Investoren und die Räumlichkeiten. Im Gegenzug halten wir eine bedeutende Beteiligung an den Unternehmen, das wir gemeinsam gründen.

Kurz gesagt wollen Sie also neue Produkte und Unternehmen erfolgreich an den Start bringen?

Weber: Wir wollen eine Plattform schaffen, auf deren Basis Gründer ihr Konzept erfolgreich umsetzen können. Zugleich wollen wir unsere Erfahrung weitergeben. Das gilt sowohl für die Onlineerfahrung von Jochen Maaß und mir, als auch für die von unseren anderen Gesellschaftern aus der Offlinewelt. Diese Kombination aus Online- und Offlineerfahrung soll nun den Gründern zu gute kommen. Dabei müssen die jungen Gründer nicht zwingend schon eine Idee mitbringen, denn wir haben auch selbst einige spannende Themen, die wir zusammen umsetzen können.

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