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Thorsten Dirks wird neuer Bitkom-Chef
Sonstiges 12.06.2015
Sonstiges 12.06.2015

Stabwechsel an der Spitze Thorsten Dirks wird neuer Bitkom-Chef

Bitkom
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Der Chef von Telefónica Deutschland, Thorsten Dirks, soll neuer Chef des Bitkom-Verbandes werden. Der amtierende Präsident Dieter Kempf darf nach vier Jahren an der Spitze nicht mehr antreten.

Der IT-Branchenverband Bitkom wählt am 1. Juli einen neuen Präsidenten. Der amtierende Bitkom-Chef Dieter Kempf tritt damit nach vier Jahren an der Spitze des IT-Verbandes ab. Sein Nachfolger steht schon fest: Wie die FAZ und das Handelsblatt übereinstimmend berichten, soll Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland, in knapp drei Wochen vom Präsidium zum neuen Präsidenten gewählt werden.

Zuvor war Dirks sieben Jahre lang Chef des Mobilfunkproviders E-Plus, der im vergangenen Jahr vom spanischen TK-Konzern Telefónica übernommen wurde. Seit 2011 war Dirks auch Vorstandsmitglied des niederländischen Anbieters KPN und führte dort das Mobilfunkgeschäft. Der Bitkom bekommt damit einen erfahrenen TK-Profi als neuen Chef. Dirks ist bereits Mitglied des Bitkom-Präsidiums. Wie die FAZ schreibt, gilt er als politisch interessiert und sozialdemokratisch orientiert.

Im Bitkom sind 1.400 Mitgliedsfirmen mit 700.000 Beschäftigten organisiert, die im Jahr zusammen einen Umsatz von etwa 140 Milliarden Euro erwirtschaften. Zu ihnen gehören Hard- und Software-Hersteller, Dienstleister, TK- und Internet-Anbieter sowie Unternehmen aus dem Bereichen digitale Medien und Netzwirtschaft. Der Interessenverband hat also durchaus Gewicht.

Während Dirks über Erfahrungen im TK-Bereich verfügt, gilt der derzeitige Bitkom-Präsident Kempf als Spezialist für die Themen IT-Sicherheit und Cloud Computing. Er ist Vorstandsvorsitzender des Software-Anbieters und IT-Dienstleisters DATEV. Eine Wiederwahl als Präsident ist laut Bitkom-Statuten aber ausgeschlossen.

Im Mai präsentierte der Bitkom-Verband eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen. Bereits 44 Prozent der befragten Firmen setzt schon Industrie-4.0-Anwendungen ein.

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