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Zustellbarkeitsprobleme bei Mails
Sonstiges 16.12.2013
Sonstiges 16.12.2013

Zustellbarkeitsprobleme bei Mails Spam-Ordner verschluckt 106 Milliarden Euro

Viagra, Vitaminpillen, Viren: Der Spam-Ordner soll den Empfänger vor unverlangten Werbemails schützen. Leider landen dort aber auch regelmäßig rechtmäßig versendete E-Mails. Dadurch gehen weltweit mehr als 106 Milliarden Euro Umsatz im Jahr verloren. Auch in Deutschland ist der Verlust beträchtlich.

Bis zu 20 Prozent der rechtmäßig versendeten E-Mails erreichen niemals ihren Empfänger, sondern landen im Spam-Ordner. Unternehmen kann das teuer zu stehen kommen: Der E-Mail-Dienstleister Mailjet errechnete, dass alleine in Deutschland dadurch drei Milliarden Euro Umsatzpotenzial ausfällt.

Mit dem Problem steht Deutschland nicht alleine da: Weltweit gehen täglich mehr als 292 Millionen Euro möglicher Umsatz durch E-Mails verloren, die nicht im Posteingang landen. "Das sind global über 106 Milliarden Euro die durch Zustellbarkeitsprobleme verloren gehen. Diese Milliardenverluste zeigen wie wichtig E-Mail-Zustellbarkeit für Unternehmen ist. Technische Optimierungen sollten eingesetzt werden, um diese großen Ausfälle zu reduzieren", rät Mailjet-Geschäftsführer Quentin Nickmans.

In seiner Berechnung teilte der E-Mail-Dienstleister die insgesamt 1,56 Milliarden kommerziell verschickten Mails in Deutschland in verschiedene Typen ein. Dazu zählen auch Transaktionsmails, die zum Beispiel für die Bestellbestätigung eingesetzt werden. Allein dieser E-Mail-Typ erzeuge einen durchschnittlichen Umsatz von 0,10 Euro. Denn schließlich lassen sich in diese elektronischen Briefe beispielsweise Empfehlungen für andere Produkte einbinden, die denen ähneln, die ein Kunde gerade gekauft hat.

Aus welchen Ländern kommen die meisten Spam-Mails? Das hat der Sophos-Spamreport für das zweite Quartal 2013 ermittelt. Die Rangliste wird von den USA angeführt, gefolgt von Weißrussland. Deutschland konnte sich im Vergleich zum vorangegangen Quartal leicht verbessern.

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