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Sonstiges 30.08.2011
Sonstiges 30.08.2011

Zehn Online-PR-Tipps für E-Commerce-Unternehmen So kommt ihr Webshop in Fahrt

Genau wie im stationären Handel geht es auch im E-Commerce in erster Linie darum, die Aufmerksamkeit relevanter Kundengruppen für sich zu gewinnen und sie von den eignen Vorteilen zu überzeugen. Neben Maßnahmen wie SEO oder SEM kann dabei vor allem professionelle PR für den nötigen kommunikativen Push sorgen, um den eigenen Shop im Meer an Angeboten nach vorne zu bringen. Worauf Unternehmer besonders achten sollten, zeigen die zehn Tipps von Tilo Bonow, Gründer und Geschäftsführer der Kommunikationsagentur piâbo.

1. Produkte und Dienstleistungen vor!

Gerade um mit PR neue Kundengruppen zu erreichen, gilt es, presserelevante Themen zu entwickeln, die sich auch mit den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen und weniger mit dem Unternehmen an sich beschäftigen. Durch die Vorstellung bestimmter Produkte gelingt es so beispielsweise, sich im relevanten Segment als erste und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Kunden zu positionieren. Um auch potenzielle Partner, wie Lieferanten oder Investoren, anzusprechen sollten sich B2C- und B2B-Themen im Kommunikations-Mix die Waage halten.

2. Wertvolle Links statt sinnlosem Spam

In puncto SEO bietet PR qualitative Vorteile. Neben den zahlreichen Links, die durch das Einstellen von Pressemitteilungen in freie Presseportale generiert werden können, sind vor allem die in redaktionelle Berichterstattung eingebetteten Backlinks für Suchmaschinen wertvoll. Diese verschaffen Online-Shops durch den qualitativen Content einen Ranking-Vorteil, der durch gekaufte Links kaum erzielt werden kann. Tipp: Hat ein Online-Redakteur bei seinem Bericht auf die Verlinkung verzichtet, lohnt die freundliche Nachfrage. In den meisten Fällen sind die Journalisten bereit, den fehlenden Link nachträglich zu ergänzen.

3. Branchen-Newsletter nicht vergessen

Gerade um potenzielle Investoren und Vertriebspartner zu erreichen, gilt es, auch Branchen-Newsletter in der Ansprache zu berücksichtigen. Sie besitzen eine große Reichweite und sprechen gezielt die wichtigsten Branchenvertreter an. Beispiele sind hier der Textilwirtschafts-Newsletter im Kleidungs-, der ETurboNewsletter im Reise- oder der ChannelPartner-Newsletter im IT-Segment.

4. Social Media Newsroom als zentrale Anlaufstelle

Anstelle des klassischen Pressebereichs auf der Website, tritt bei aktiven Web2.0ern der so genannte Social Media Newsroom. Zentral an einem Ort gebündelt, laufen dort sämtliche Social Media Aktivitäten, aber auch herkömmliche Presseinformationen zusammen und bieten auf diese Weise die informative Anlaufstelle sowohl für Redakteure als auch für Blogger und andere Multiplikatoren.

5. Bilder sagen mehr als tausend Worte

Gerade für E-Commerce-Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung die angebotenen Produkte für Redakteure auf professionellen Produktfotos darzustellen. Damit diese vom Journalist direkt weiterverarbeitet werden können, sollten sie im Social Media Newsroom sowohl in 300 dpi als auch in webtauglichen 72 dpi zum Download vorliegen. 

SEO in Link und Text

6. Probieren geht über Studieren

Egal, ob stationär oder online: Nichts bewegt Redakteure eher einen Shop in die Berichterstattung aufzunehmen als die einwandfreie Produktqualität. Damit sich der Journalist eigenhändig von dieser überzeugen kann, sollte ihm wahlweise durch Gutschein-Codes oder Produktproben, die Möglichkeit zum Ausprobieren gegeben werden. Aber Vorsicht: Damit Redakteure die kostenlose Ware nicht als Bestechung auffassen, sollte ein Wert von 15 Euro, sofern nicht anders besprochen, nicht überschritten werden.

7. Informationen in Bewegtbild

Besonders in der Online-Berichterstattung sind Videoformate auf dem Vormarsch. Wer Konzept, Funktionsweise des Shops sowie das Produktportfolio in einem anschaulichen Erklärvideo präsentiert, hat bei Online-Medien mitunter einen echten Vorteil. Auch Kurzinterviews mit Gründern oder Geschäftsführern zu branchenrelevanten Themen sind für die Online-Berichterstattung interessant.

8. Sie sind der Experte

Als Gründer oder Betreiber eines Online-Shops erhalten Sie direkte Einblicke in den Markt, vorherrschende Trends sowie eventuelle Probleme von Konsumenten. Positionieren Sie sich deshalb ruhig selbstbewusst als Experte und liefern Sie den Redakteuren aus dieser Position heraus Statistiken oder Ratgeber-Tipps aus erster Hand.

9. Saisonal und aktuell

Neben aktuellen Informationen zum Unternehmen und Neuerungen im Shop, bietet es sich an, thematisch auch saisonale Ereignisse in der Pressearbeit aufzugreifen. So lohnt es sich für Modeshops beispielsweise, zu jeder Jahreszeit die aktuellen Trends vorzustellen. Auch aktuelle Ereignisse können für die eigene Kommunikation als Aufhänger dienen. Vertreibt man beispielsweise innovative Regenkleidung, sollte eine anhaltende Regenperiode in jedem Fall als Anreiz für ein PR-Thema genutzt werden.

10. SEO in Link und Text

Neben den wertvollen Backlinks, die durch PR generiert werden können, gilt es natürlich auch, alle PR-Texte, soweit möglich, den relevanten Keywords entsprechend zu optimieren.  Durch die Verbreitung in freien Presseportalen sowie der Veröffentlichung im eigenen Social Media Newsroom kann die Suchmaschinenauffindbarkeit auf diese Weise optimal unterstützt werden. Aber Achtung: Für sämtliches Pressematerial gilt: Angemessener Stil, flüssige Formulierungen sowie die grammatikalische Richtigkeit haben stets Vorrang und dürfen nicht zugunsten der SEO-Arbeit vernachlässigt werden.

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