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Sonstiges 10.07.2012
Sonstiges 10.07.2012

Studie "Mobile Commerce in Deutschland" Smartphones verändern Kaufverhalten

M-Commerce hat großen Einfluss auf das Kaufverhalten - auch wenn der Handel oft eher negative indirekte Effekte spürt. So nutzen bereits 43 Prozent der Smartphone-Nutzer ihr mobiles Endgerät mehrmals monatlich, um während eines Besuchs im stationären Laden Preisinformationen einzuholen, so eine Studie des ECC Handel. Doch der Smartphone-Boom lässt sich auch positiv nutzen.

Neben dem Vor-Ort-Preisvergleich werden zudem häufig Informationen zur Verfügbarkeit oder weiterführende Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen abgerufen. Die Studie "Mobile Commerce in Deutschland – Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess" zeigt aber auch, welches Potenzial die verstärkte Verbreitung von Smartphones für den stationären Handel bietet: Mehr als jeder sechste Smartphone-Nutzer sucht mehrmals pro Woche Informationen über lokale stationäre Händler. Weitere 21,5 Prozent nutzen ihr Handy hierfür mehrmals im Monat. 

  • Die Informationssuche mit Smartphone und Tablet ist die am meisten genutzte M-Commerce-Funktion - Vier von fünf Nutzern verwenden ihr Tablet oder Smartphone für diesen Zweck.
  • Smartphone-Besitzer fordern mobil optimierte Websites - 58,8 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Anbieter Online-Shops für den einfachen und schnellen Einkauf mit dem Smartphone optimieren.
  • Datensicherheit, Kostentransparenz und Übersichtlichkeit sind wichtigste Erfolgsfaktoren - Die sichere Verschlüsselung von Daten finden 84,4 Prozent wichtig, die Offenlegung aller Kosten 83 Prozent und eine übersichtliche und verständliche Menüführung 80 Prozent.
  • Internetspezifische Verfahren wie PayPal sowie Rechnung sind die beliebtesten Zahlungsmethoden im M-Commerce - 63,6 Prozent der Smartphone-Käufer haben schon internetspezifische Zahlungsverfahren wie PayPal oder sofortüberweisung.de verwendet. Die bei Konsumenten allgemein sehr geschätzte Rechnung folgt mit 57,4 Prozent erst auf dem zweiten Platz.
  • Aufwändige Bestell- und Registrierungsprozesse führen zu Kaufabbrüchen - Knapp die Hälfte der Smartphone-Besitzer hat schon einmal den Kauf abgebrochen, weil ihnen der Bestell- und Registrierungsprozess zu aufwändig war und 45 Prozent haben ein Produkt schon einmal nicht gekauft, da ihnen die Navigation zu umständlich war.
  • Mobile Commerce steht in Deutschland am Anfang einer äußerst dynamischen Entwicklung - Die befragten Experten erwarten ein deutlich schnelleres Wachstum im M-Commerce als bei der Internetrevolution. Trendthemen und Treiber sind Mobile Payment, innovative Services und die Integration von Kundendaten zur personalisierten Ansprache.

Um den Kunden online abholen zu können empfehlen die Studienautoren, sich im Web attraktiv präsentieren und auf ihren Websites gezielt relevante Informationen anbieten. Bei den Konsumenten am beliebtesten sind mit 37 Prozent neutrale Plattformen wie Preisvergleichs- oder Bewertungswebseiten. Mit knapp 29 Prozent folgen Websites konkurrierender Anbieter. Am dritthäufigsten informieren sich Smartphone-Besitzer auf der Website des Anbieters, in dessen Ladengeschäft sie sich gerade befinden. 

Damit Händler – online wie offline – besser von der weiten Verbreitung mobiler Endgeräte profitieren können, sollten sie die Informationsansprüche potenzieller Kunden verstehen, um ihnen in einem zweiten Schritt die Informationssuche sowie den Kaufabschluss mit dem Handy zu erleichtern. Dabei gilt es einerseits, die mobilen Seiten für Smartphones zu optimieren und andererseits, etwa durch QR-Codes, Möglichkeiten zu schaffen, weiterführende Informationen verfügbar zu machen sowie den Kauf von Artikeln zu ermöglichen.

Die komplette Studie "Mobile Commerce in Deutschland – Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess" (PDF, 64 Seiten, 6,5 MByte) ist kostenlos beim ECC Handel erhältlich

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