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Sonstiges 07.12.2010
Sonstiges 07.12.2010

Markenschutz im Suchmaschinenmarketing Sieben goldene Regeln

Was müssen Sie beachten, wenn Sie Ihre Marke beim Suchmaschinenmarketing mit Google AdWords schützen möchten? Die Performancemarketing-Agentur Quisma hat wichtige Tipps zusammengestellt.

1. Überprüfen Sie Ihre Verträge mit Vertriebspartnern

Hiermit verschaffen Sie sich neben der allgemeinen rechtlichen Lage einen Überblick über die einzelvertraglichen Verhältnisse. Möglicherweise haben Sie bestimmten Partnern die Nutzung der Marke in bestimmten Bereichen vertraglich zugesagt. Der Überblick bringt Sie nicht nur auf den aktuellen Stand, sondern er versetzt Sie in die Lage zu handeln, falls dies nötig ist.

Bewerten Sie zusätzlich die Effizienz des gelieferten Volumens durch Ihre Partner, und setzen Sie diese mit möglichen eigenen Zusatzkosten für Branding-Kampagnen ins Verhältnis. Eine umfassende Analyse der Kosten-Nutzen-Verhältnisse kann dabei helfen, Investitionen oder Partnerverträge zu überdenken und gegebenenfalls mehr Spielraum für zusätzliche generische Themen bringen.

2. Beantragen Sie Markenschutz bei Google

Mit dem Schutz Ihrer Marke durch eine Markenbeschwerde haben Sie weiterhin die Möglichkeit, Wettbewerbern oder Partnern zu verbieten, Ihre Marke in den Anzeigentexten zu verwenden. Dies verhindert zwar noch nicht, dass Anzeigen zusätzlich zu Ihren eigenen erscheinen, verhindert aber irreführende Werbung oder Vergleiche, welche Ihre Klickraten noch stärker negativ beeinflussen würden.

Nur mit einem eingetragenen Markenschutz in Ihren AdWords-Konten können Sie noch einen Anspruch auf Entfernung fremder Werbung erheben. Einzige Ausnahme bildet der Tatbestand irreführender Werbung. Selbst wenn Sie keinen Markenschutz beantragt haben und ein Wettbewerber mit Ihrer Marke wirbt, obwohl er diese weder anbietet noch einen anderen Bezug zur Marke hat, kann man diese Anzeigen von Google entfernen lassen. Hierbei ist es erforderlich, immer einen Screenshot und den Deeplink der Anzeige zu speichern, so dass der Tatbestand eindeutig geprüft werden kann.

3. Überwachen Sie die Nutzung Ihrer Marke durch Dritte

Nur mit Hilfe technischer Zusatztools können Sie nachhaltig Ihre Markenbegriffe dauerhaft monitoren und verfügen im Ernstfall über eine Datengrundlage für eventuelle Beschwerden. Durch besondere Suchverfahren werden auch Anzeigen entdeckt, die nur für bestimmte Regionen geschaltet werden (sogenanntes Geotargeting).

4. Lassen Sie sich von einem auf Markenrecht spezialisierten Anwalt beraten

Ziehen Sie einen auf Markenrecht (und idealerweise Onlinerecht) spezialisierten Anwalt hinzu. Nur ein solcher kann Sie rechtsverbindlich beraten und gemeinsam mit Ihnen Strategien für den Fall der Nutzung Ihrer Marke durch einen Dritten entwickeln. Umgekehrt kann hier auch die Nutzung fremder Marken durch Sie erörtert werden.

Spielen Sie mehrere Szenarien durch

5. Heben Sie Ihre Anzeige deutlich von Wettbewerbern ab

Als Inhaber der Marke können Sie sich also durch die Formulierung des Anzeigentextes klar von Dritten abheben. Um sich hier jedoch auch qualitativ von anderen Anbietern zu unterscheiden, ist es umso wichtiger, die eigenen Texte für Marken und Produkte genau zu analysieren und zu testen. Nutzen Sie hier die vielfältigen Möglichkeiten von SiteLinks, Google Places oder der Product PlusBox, um Ihre Anzeigen zusätzlich aufzuwerten. Dies verspricht Ihnen weiterhin gute Klickraten, relevanten Traffic und hohe Umsätze.

6. Verstärken Sie Ihre SEO-Aktivitäten

Die Kombination aus SEM und SEO wird immer wichtiger. Kaum ein Unternehmen sollte auf die Buchung von AdWords-Anzeigen für Markenbegriffe verzichten, da man anderenfalls das Feld freimacht für andere Bieter. Das Argument, dass man im organischen Index bereits top positioniert ist, gilt dann nicht mehr. Vielmehr kommt es in Zukunft darauf an, seine SEM- und SEO-Aktivitäten zu kombinieren und die größtmöglichen gemeinsamen Effekte zu generieren.

7. Entwickeln Sie einen strategischen Plan

Ein Plan, in dem Sie mehrere Szenarien durchspielen, ermöglicht es Ihnen, je nach Verhalten der Marktakteure gut vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können - und nicht erst im Bedarfsfall unter Druck in blinden Aktionismus zu verfallen.

Der komplette Leitfaden kann kostenlos bei Quisma angefordert werden.

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