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Shopperella muss aufgeben
Sonstiges 21.06.2011
Sonstiges 21.06.2011

Shopperella muss aufgeben Shopping-Plattform für Kindermode meldet Insolvenz an

Insolvent: Shopperella

Insolvent: Shopperella

Das Kölner Shopping-Portal Shopperella wollte sich als Marktplatz für Kinder- und Babywaren etablieren, doch das Konzept ging nicht auf. Jetzt musste das erst im Januar 2010 gegründete Unternehmen aufgeben.

Seit Montag nimmt Shopperella keine Aufträge mehr an. Offene Bestellungen will die Einkaufsplattform jedoch noch abwickeln. Als Ursache für die Insolvenz gibt das Unternehmen auf seiner Webseite eine "negative geschäftliche Entwicklung" an. “Wir haben uns verschätzt, was die Attraktivität des Baby-Segments und des Marktplatzmodells angeht”, sagte Mitgründerin Manuela Stoll gegenüber deutsche-startups. “Eltern wollen sicherlich gute Qualität für ihre Kinder kaufen, achten aber gleichzeitig trotzdem stark auf den Preis. Die große Auswahl bei uns konnte daher die Preissensitivität nicht wettmachen.”

Shopperella wollte sich zum einen als Marktplatz und als eigener Webshop etablieren. "Wir wollten als der zentrale Startpunkt für Onlinekäufe von Eltern das größte Sortiment, hervorragende Preise und die besten Inhalte und Austauschmöglichkeiten bieten“, so Stoll. Dazu konnten die Gründer Manuela Stoll und Nino Ulsamer rund 70 andere Shops für eine Zusammenarbeit gewinnen, die dann auf dem Portal eigene Shops betrieben wie zum Beispiel Babywalz, Baby Butt oder Toys R Us. Dadurch hatte die Plattform über 100.000 verschiedene Artikel im Angebot. Die Kunden konnten die Preise der Anbieter und ihre Bestellung zusammenklicken. Allerdings fielen bei Bestellungen bei mehreren Anbietern auch mehrfache Versandkosten an. “Mit nur wenigen Artikeln, die wir direkt über unseren eigenen Händler-Account verkauft haben und für die wir daher die Preise selbst setzen konnten, haben wie bereits in kürzester Zeit fast 20 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet.”

Außerdem wurde auch das Marketing für das Shoppingportal zu umfangreich und teuer. Da die Plattform keine Hoheit über die Preise der Produkte hatte, waren hier ständige Nachbesserungen in SEO und SEM erforderlich, die letztlich immense Kosten verursachten.

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