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Hermes bietet Full-Service-E-Commerce
Sonstiges 06.10.2011
Sonstiges 06.10.2011

Hermes bietet Full-Service-E-Commerce "Nicht nur schön seín, sondern auch schön verkaufen"

Hermes Fulfilment will sich vom Logistik-Spezialisten zum Full-Service-E-Commerce-Dienstleister mausern und hat dazu eine eigene Shopsoftware mit dem Namen Nextec entwickelt. INTERNET WORLD Business sprach auf der Mail Order World in Wiesbaden mit Dieter Urbanke, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Hermes Fulfilment, über Ziele, Aussichten und Schwierigkeiten.

Herr Urbanke, mit der Neugründung der Tochter Nextec bietet Hermes jetzt seine eigene Shopsoftware an. Warum braucht ein Logistiker sowas?

Dieter Urbanke: Wir kommen zwar aus der Logistik, verstehen uns aber längst als breit aufgestellter Dienstleister rund um den Online- und Versandhandel. Als solcher haben wir schon seit einiger Zeit unseren Kunden auch die Shopsoftware eines Partners als Teil unseres Portfolios angeboten. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Kunden unsere Fulfilment-Dienstleistungen zwar gut finden, das größere Interesse aber an der Shopsoftware haben, weil die ja das Teil in der Prozesskette ist, über das sie mit ihren Käufern in Verbindung treten. So wurde uns klar, dass wir auf dem Weg zum Full-Service-E-Commerce-Dienstleister ein eigenes Shopsystem anbieten müssen, das wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden können.

Was zeichnet Ihr Shopsystem aus?

Urbanke: Wichtig war uns vor allem, dass es die Verschiebung großer Datenmengen aushält, die zwischen Shop, Warenwirtschaft, PIM, Bonitätsprüfung etc. stattfindet. Außerdem lässt sich der Shop durch ein modernes, automatisierbares Shopmanagement schnell und flexibel anpassen.

Das gibt Ihnen nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal. Was unterscheidet Sie von den anderen Full-Service-Anbietern wie Arvato Services oder Netrada, die den E-Commerce-Markt bedienen?

Urbanke: Unsere Hauptstärke ist natürlich weiterhin die Logistik; hier sind wir von der Spitze kaum wegzudrängen. Und unser Shopsystem ist leistungsfähig und modern. Dazu kommt durch unsere lange Erfahrung im Markt eine hohe Beratungskompetenz: Wir können unterscheiden, ob ein Shop nur schön ist, oder auch schön viel verkauft. Auch im Bereich Creditscoring können wir vieles besser als die Konkurrenz.

Und wo hakt es noch?

Urbanke: Mit unserer Call Center Lösung sind wir noch nicht zufrieden. Hier suchen wir immer noch nach einem Anbieter, der eine skalierbare, mehrsprachige Lösung zu einem günstigen Preis anbietet – bisher ohne Erfolg.

Wie soll es mit Nextec weitergehen?

Urbanke: Wir wollen personell weiter aufstocken. Momentan hat Nextec rund 25 Mitarbeiter, wir wollen noch IT- und Vertriebs-Kompetenzen dazuholen. Zudem gehen demnächst zwei erste Shops auf dem neuen Shopsystem live. Die Erfahrungen aus den Launches werden wir nutzen, um noch einmal an der Software zu feilen. Und dann steht die Akquise an – sowohl bei Fulfilment-Bestandskunden, denen wir ab sofort mehr zu bieten haben, als auch bei ganz neuen Kunden.

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