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Sonstiges 06.10.2011
Sonstiges 06.10.2011

Finanzkauf im Online-Handel Ratepay will Ratenzahlung salonfähig machen

Ratepay bietet Online-Händlern erstmals einen Ratenkredit, der einfach als neue Bezahlart in den Checkout-Prozess eingebunden werden kann. Käufer können die Ratenzahlung ohne Medienbruch online beantragen und erhalten sofort eine Zusage. Die Zahlung wird über den Kooperationspartner Wirecard abgewickelt, kündigte das Unternehmen auf der Mail Order World in Wiesbaden an.

Während Ratenzahlung und Finanzkauf im klassischen Versandhandel nicht mehr wegzudenken sind, fristet diese Zahlart im E-Commerce ein Nischendasein. Das über die EOS-Gruppe zu Otto gehörende Berliner Start-Up Ratepay will dies nun ändern: Händler sollen den Kredit ganz einfach als weitere Zahlart einbinden können. Bonitätsprüfung und Kreditzusage werden durch Ratepay komplett online abgewickelt, nach Angaben des Unternehmens findet kein Medienbruch – etwa durch Post-Ident-Verfahren oder Papierunterschrift – statt. Händlern wird der komplette Kaufbetrag nach einer Frist von rund vier Wochen abzüglich eines Disagios gutgeschrieben, das sich „in Höhe von Kreditkartenzahlungen bewegt“, wie Ratepay Geschäftsführer Jesper Wahrendorf erklärt. Risikomanagement, Ausfallrisiko und Kreditabwicklung liegen komplett bei Ratepay. Die Käufer bezahlen einen Zinssatz von derzeit rund 13 Prozent sowie eine Vertragsabschlussgebühr. Sollte der Kaufvertrag nicht zustande kommen, etwa weil die Ware retouniert wird, ist der Kreditvertrag hinfällig und dem Kunden entstehen keinerlei Kosten.

Das Angebot zur Einbindung der Ratenzahlung steht allen Händlern unabhängig davon offen, ob sie Wirecard nutzen oder nicht. Die Kooperation mit der Wirecard Bank ist nötig, weil zur Kreditvergabe eine Banklizenz erforderlich ist, über die das Berliner Unternehmen derzeit noch nicht verfügt.

Anm. d. Red.: In einer früheren Fassung des Artikels hieß es, der Onlinekredit könne lediglich von Händlern angeboten werden, die Wirecard als Zahlungsdienstleister verwenden. Dabei handelte es sich um ein Missverständnis. Tatsächlich steht das Angebot allen Händlern offen.

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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