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"Etwas Persönlicheres als die Reputation gibt es nicht"
Sonstiges 19.02.2009
Sonstiges 19.02.2009

"Etwas Persönlicheres als die Reputation gibt es nicht"

Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer

Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer

Was steht über mich im Netz? Die Plattform myON-ID will Menschen dabei unterstützen, ihren Ruf online zu wahren. Wie das praktisch funktioniert, erzählt Gründer und Geschäftsführer Mario Grobholz im Gespräch mit internetworld.de.

Was ist das Besondere an myON-ID?

Mario Grobholz: Etwas Persönlicheres als die Reputation gibt es nicht. Deshalb bietet unsere Plattform für Identitäts- und Reputationsmanagement den Nutzern zwei Funktionalitäten: Social-Media-Monitoring und Selbstmarketing. Wir haben eine Suchtechnologie entwickelt, mit der unsere Mitglieder einen Überblick darüber bekommen können, was über sie online publiziert wird - auf Websites, Blogs und Videoportalen. Diese Ergebnisse sind nicht öffentlich. Zudem kann man ein Profil anlegen, das man - im Gegensatz zu anderen Businessportalen wie Xing - individuell gestalten kann. Dieses Profil kann den Charakter einer Web-Visitenkarte bekommen und die eigene Website ablösen.

Wer nutzt Ihr Angebot?

Grobholz: Nutzer von myON-ID kommen vor allem aus dem Businessumfeld. Momentan sind das mehr als 10.000 Menschen, aber wir stehen noch am Anfang. Im Dezember ist T- Venture bei myON-ID eingestiegen, das hat uns die Möglichkeit gegeben, uns besser aufzustellen. Wir wollen 2009 richtig durchstarten.

Was planen Sie für dieses Jahr?

Grobholz: Unsere Nutzerzahl soll bis Jahresende auf eine sechsstellige Zahl wachsen, zudem planen wir eine englischsprachige Version.

Google-Anzeige ist inklusive

Wie finanziert sich myON-ID?

Grobholz: Die Basisnutzung ist gratis, das Premiumpaket kostet 5,99 Euro pro Monat. Dann kann der Nutzer unter anderem sein Profil unter einer Wunschdomain laufen lassen, sein Monitoring wird dann täglich anstelle wöchentlich aktualisiert. Zudem bieten wir ihm ohne Aufpreis eine Google-Anzeige für seinen Namen an.

Xing setzt neben Mitgliedsbeiträgen auf Werbung und Stellenanzeigen - ein Zeichen für Sie, dass Finanzierung über Premiumaccounts nicht ausreicht?

Grobholz: Werbefinanzierung reicht nicht aus - über Premiummitgliedschaften halten wir eine Finanzierung für sehr gut möglich. E-Commerce-Angebote sind erst ab einer gewissen Masse sinnvoll, soweit sind wir noch nicht.

So kann eine personalisierte Seite aussehen, hier die von Mario Grobholz.

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