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Sonstiges 23.09.2009
Sonstiges 23.09.2009

OVK bestätigt zehn Prozent Wachstum für Onlinewerbung

Das Bruttowerbevolumen der Onlinewerbung wird um zehn Prozent auf über vier Milliarden Euro zulegen. Netto beträgt das Wachstum jedoch nur zwei bis drei Prozent. Zudem würde laut aktueller OVK-Prognose die Onlinewerbung Platz drei hinter klassischer TV- und Zeitungswerbung einnehmen und damit erstmals die Zeitschriften überholen.

Treiber für das Wachstum seien neben Performance-orientierten Kampagnen die Markenkommunikation im Bereich der klassischen Onlinewerbung, sagt OVK-Vorsitzender Paul Mudter. Der Unterschied zwischen Brutto und Netto spiegelt die Differenz zwischen Listenpreis und tatsächlich abgerechnetem Budget wider.

Im Vergleich zu 2008 wird der Online-Werbemarkt in diesem Jahr seinen Anteil am Gesamtwerbemarkt um zwei Prozent auf 16,6 Prozent ausbauen. Damit würde Onlinewerbung erstmalig das Werbesegment der Publikums- und Fachzeitschriften mit einem Anteil von insgesamt 15,8 Prozent überholen. Das liegt jedoch vor allem an den rückläufigen Zahlen für die klassische Werbung im Zeitschriftenbereich.

„Gerade in Krisenzeiten stehen Effizienz und Transparenz an erster Stelle. Viele Werbebudgets haben sich daher in den letzten Monaten von der Klassik in den Onlinebereich verschoben“, sagt BVDW-Präsident Arndt Groth.

Bei einer zugrunde liegenden Wachstumsrate von zehn Prozent werden erstmals mehr als zwei Milliarden Euro in klassische Online-Werbung investiert. Mit einem Investitionsvolumen von 2,1 Millionen Euro liegt sie wieder vor Suchwortvermarktung und Affiliatemarketing.

Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Suchwortvermarktung mit zusätzlichen Investitionen von knapp 150 Millionen Euro ebenfalls ein Wachstum von zehn Prozent verzeichnen wird. Das Affiliatemarketing durchbricht, wenn die Schätzungen zutreffen, 2009 zum ersten Mal ein Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro – mit Zuwächsen von 15 Prozent verzeichnet das Segment das stärkste Wachstum der drei Bereiche.

Display: Welche Werbeformen am beliebtesten sind

Die standardisierten Werbeformate gehören wie in den Vorjahren zu den am häufigsten gebuchten Onlineformaten. Insbesondere Skyscraper werden mit einem Wachstum von 28,1 Prozent zunehmend eingesetzt. Neben den Standardwerbeformen gewinnt das Wallpaper weiterhin an Attraktivität. Mit einem Zuwachs von 38,6 Prozent nimmt es mittlerweile als allgemein etablierte Werbeform einen Spitzenplatz ein.

Bewegtbild-Werbung wächst stark: Der Bereich der Video-Ads konnte im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 263,7 Prozent zulegen. Damit übertreffen Video-Banner sogar noch das Wachstum des letzten Jahres, das bei 236,3 Prozent lag.

Welche Branche am meisten online wirbt

Die Betrachtung der Online-Werbeinvestitionen nach einzelnen Wirtschaftsbranchen verdeutlicht, dass ein schrittweises Investitionswachstum bisher eher schwach vertretener Branchen stattfindet. So steigerte die Handels- und Versandbranche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im ersten Halbjahr 2009 den Anteil der Onlinewerbung am Mediamix um 3,3 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent. Damit liegt der Anteil jedoch immer noch weit unter dem durchschnittlichen Prozentsatz. Hier liegt - wie auch im Kraftfahrzeug-Markt, in der Medienbranche und bei Körperpflegeprodukten - weiterhin enormes ungenutztes Potenzial.

Mit Investitionen von 138 Millionen bzw. 113 Millionen Euro belegen die Dienstleistungsbranche sowie die Handels- und Versandbranche die vorderen Plätze im Ranking. Bemerkenswerte Zuwächse von 5,2 Prozentpunkten verzeichnet zudem die Telekommunikationsbranche.

Der Bereich „Computer und Büro“ steigert im ersten Halbjahr 2009 sein traditionell hohes Engagement im Onlinebereich noch einmal
deutlich auf 22,5 Prozent Anteil am Mediamix.

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