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Otto: Bilanz des Geschäftsjahres 2011/12
Sonstiges 21.06.2012
Sonstiges 21.06.2012

Bilanz des Geschäftsjahres 2011/12 Otto setzt auf Preiskampf und die Türkei

Der Versandhändler Otto will künftig seine Preise senken, um im Onlinegeschäft mit Konkurrenten wie Amazon und eBay mithalten zu können und in den Preissuchmachinen weiter vorne zu ranken. Beim E-Commerce-Geschäft will der Konzern verstärkt die Türkei ins Visier nehmen.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft will Otto ab Oktober die Preise senken, um im Onlinegeschäft die Verluste im Kataloggeschäft ausgleichen zu können. "Wir werden die Preise gezielt senken", hatte Vorstandschef Hans-Otto Schrader anlässlich der der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen verkündet. Der Nettogewinn der Otto-Gruppe brach im Geschäftsjahr 2011 um fast 90 Prozent ein, von 181 auf 23 Millionen Euro.

Neben Investitionen ins Kerngeschäft mit den Marken Otto, Baur und Schwab will der Konzern vor allem die Investitionen in den E-Commerce vorantreiben. Dazu gehören die mehr als 60 Onlineshops, wie beispielsweise Quelle.de, Mirapodo, limango oder die Shopping24-Gruppe. Die weltweiten Online-Umsätze seien im Geschäftsjahr 2011/12 um 9,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro gestiegen. In Deutschland hätten die E-Commerce-Umsätze um rund 300 Millionen Euro auf 3,4 Milliarden Euro zugelegt und stünden damit für 58 Prozent der Einzelhandelsumsätze.

Nach dem Markteintritt in Russland 2006 und dem Start in das Boomland Brasilien 2011 will die Otto-Gruppe nun auch "die Türkei als weiteren strategischen Wachstumsmarkt ins Visier nehmen", heißt es in der Pressemitteilung. Das Unternehmen ist dort bereits mit dem Private-Shopping-Anbieter limango vertreten. Das E-Commerce-Geschäft soll dort nun deutlich ausgebaut werden.

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