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Sonstiges 20.09.2012
Sonstiges 20.09.2012

Restrukturierungsprogramm "Fokus" Otto Group plant jede zehnte Stelle abzubauen

Otto Group muss schrumpfen: Jeder zehnte Arbeitsplatz steht beim Traditionsversender auf der Kippe. Vor allem Einkauf, Back-Office, Buchhaltung, Controlling und Personaladministration der einzelnen Marken sollen zusammengelegt werden werden. 

Im Frühjahr 2012 sickerte durch, dass die Otto Group für den Herbst ein Restrukturierungsprogramm namens "Fokus" plane, mit dem Synergien zwischen den Marken Otto, Baur und Schwab genutzt werden sollen. Ein Stellenabbau könne nicht mehr ausgeschlossen werden, hieß es. Heute teilte der Konzern erstmals konkrete Details mit.

Alle Marken sollen unabhängig weitergeführt werden, hieß es in einer Mitteilung. Es werde aber geprüft, ob und wie das Einkaufs- bzw. Category Management und Back-Office-Funktionen wie Buchhaltung, Controlling oder Personaladministration zentralisiert geführt werden können. Marketing und Service sollen wiederrum dezentral an den Standorten erhalten bleiben.

Erstmals teilte der Konzern auch mit, wie viele Mitarbeiter wegen der Veränderungen bis 2015 ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. So werde geschätzt, dass beginnend im Jahr 2013 bei der Einzelgesellschaft Otto 14 Prozent oder 450 von 3.236 Vollzeitstellen abgebaut werden, hieß es. Bei Baur in Burgkunstadt könnten 210 von 2.165 Vollzeitstellen betroffen sein. Bei Schwab in Hanau maximal 40 von 913.

Betriebsbedingte Kündigungen können nicht ausgeschlossen werden. Ein Großteil der Veränderungen soll jedoch über Fluktuation oder andere sozialverträgliche Maßnahmen im Konzernverbund aufgefangen werden.

Der Konzern hatte die Restrukturierungsmassnahmen mit dem aggressiven Wettbewerb aus dem Internet begründet, der nicht vorrangig an Rendite interessiert sei, sondern sehr aggressiv auf Wachstum und Reichweite setzen würde.

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