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Online-Anteil im Möbelmarkt wächst
Sonstiges 14.10.2013
Sonstiges 14.10.2013

IFH-Studie "Möbel Online 2013" Online-Anteil im Möbelmarkt wächst

Im laufenden Jahr sollen die Umsätze mit Möbeln, die über das Internet bestellt werden, um mehr als 40 Prozent wachsen. Und die Konsumenten gehen davon aus, dass sie Möbel künftig wie andere Produktgruppen auch ganz selbstverständlich online bestellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Branchenstudie "Möbel Online 2013" des IFH Köln.

Noch ist der Anteil relativ gering, doch die Wachstumsraten für den Online-Anteil am gesamten Möbelmarkt machen Hoffnung: Genauso wie Wohnaccessoires, die bereits seit längerer Zeit zu den etablierten Internet-Sortimenten gehören, scheinen auch Möbel selbst das Web immer mehr zu erobern. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Online-Anteil am Möbelmarkt bei 3,9 Prozent lag, sollen die Umsätze des Segments 2013 um mehr als 40 Prozent wachsen. Das ergab die IFH-Branchenstudie "Möbel Online 2013".

Das gesamte Marktvolumen im Bereich Wohnen & Einrichten liegt online laut IFH bei mehr als 2,8 Milliarden Euro. Und das Sortiment für Möbel an sich nimmt immer weiter zu: Von Tischen und Stühlen über Kleinmöbel, Betten und Schränke bis hin zu Sofas, Sesseln und auch Küchen - alles ist im Internet zu haben. Aktueller Umsatzbringer sind Tische, Stühle und Bänke mit einem Marktanteil von 23,0 Prozent, gefolgt von Schlafzimmermöbeln (16,6 Prozent).

Der Online-Möbelmarkt setzte 2012 rund 627 Millionen Euro um, in diesem Jahr soll er den IFH-Prognosen zufolge auf knapp 900 Millionen Euro klettern. "Der noch unterdurchschnittliche Online-Anteil in der Branche weist darauf hin, dass das Ende des Wachstums noch lange nicht erreicht ist", erklärt Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH Köln. "Der Online-Vertrieb von Möbeln weist enormes Potential auf."

Darauf deuten auch die Ergebnisse der Konsumentenbefragung innerhalb der Studie hin, die im bestellt werden kann. So gehen insgesamt rund 60 Prozent der Befragten davon aus, dass der Online-Kauf von Möbeln künftig genauso alltäglich sein wird wie die Bestellung von Schuhen oder Kleidung im Internet. Rund jeder fünfte Verbraucher stimmt dem sogar "voll und ganz" zu, während sich lediglich rund 16 Prozent "eher weniger" vorstellen können, dass der Möbelkauf im Web selbstverständlich wird. Trotz fehlender Möglichkeiten, die Produktpräsentation und vor allem die Haptik der Artikel optimal darzustellen, sei der Online-Vertriebskanal eine gute Alternative, so die Studienautoren. "Hier gilt es sowohl für Online-Händler als auch für stationäre Händler, die Vorzüge des jeweiligen Kanals herauszuarbeiten", schließt Heinick. "Nur über den Preis wird sich kein Möbelhändler online langfristig differenzieren können."

Dass der Möbelmarkt im Internet kontinuierlich wächst, belegt darüber hinaus eine Studie des bvh, die untersucht hat, was Verbraucher lieber online oder offline kaufen.

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