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Bewertung mobiler Webseiten
Sonstiges 26.08.2013
Sonstiges 26.08.2013

Bewertung mobiler Webseiten Nicht nutzerfreundlich genug

Alle gemeinsam - jeder für sich

Alle gemeinsam - jeder für sich

Unterwegs online: Die Nutzung von Smartphones hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Die Nutzerfreundlichkeit mobiler Webseiten bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Immer mehr Deutsche gehen mobil ins Netz: 40 Prozent der Deutschen nutzen ein Smartphone. Das sind 122 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Vor allem Frauen und Personen im Alter zwischen 35 und 54 Jahren haben in den letzten zwei Jahren bei der Smartphone-Nutzung aufgeholt. Zwölf Prozent der Besitzer eines einfachen Handys planen zudem, sich im nächsten halben Jahr ein internetfähiges Gerät anzuschaffen. Bei den Tablet-PCs vervierfachte sich die Nutzung auf 14,6 Prozent.

 

Mehr als die Hälfte, nämlich 51,6 Prozent der Smartphone-Nutzer, ist täglich damit online, 2011 waren es nur 37,4 Prozent. Damit holen mobile Endgeräte gegenüber dem PC auf: Den nutzen 54,0 Prozent der Befragten täglich zum Surfen.

Die Qualität der mobilen Webseiten lässt jedoch zu wünschen übrig: Die Performance vieler Angebote wird den Anforderungen und Erwartungen der Nutzer nicht gerecht. Die Gründe für die schlechte Bewertung der mobilen Websites unterscheiden sich je nach Branche. Über alle Branchen hinweg wird von den Usern vor allem bemängelt, dass die Seiten unübersichtlich (58 Prozent) und nicht benutzerfreundlich sind (36 Prozent). Dass man viel scrollen muss, kritisieren 26 Prozent.

Keine Branche schneidet im Hinblick auf ihre mobile Webseite mit einem "sehr gut" ab, jedoch ist auch keine schlechter als "befriedigend" bewertet. Insgesamt ein "gut" für die mobilen Websites der Branchen Kosmetik/Körperpflege, Medien, Versand und Finanzen. Getränke/Genussmittel und Energieversorger erreichen im Durchschnitt dagegen nur ein "befriedigend". Am häufigsten besuchten die Befragten Seiten von Medien (69,2 Prozent), gefolgt von Versandhandel (59,6 Prozent) und Finanzdienstleistern (49,2 Prozent).

Grundlage der BVDW-Studie "Deutschland wird Mobile – Sind die Unternehmen vorbereitet" sind die "Google Connected Consumer Study" und die "TNS-Infratest-Dual-Frame Telefonbefragung", deren Ergebnisse in dieser Form erstmals veröffentlicht wurden.

Eine Funktion, die im Internet den Aufenthaltsort eines Nutzers verrät, wird mittlerweile von jedem dritten Smartphone-User genutzt. Eine Studie ermittelte jetzt, dass viele jüngere Smartphone-Besitzer die Geolocation-Funktionen unter anderem nutzen, um ihre Freunde im wahren Leben zu treffen.

Nicht nur Webseiten werden oftmals den Erwartungen der User nicht gerecht: Experten sind sich einig, dass auch mobile Werbung dem Nutzerverhalten nicht entspricht.

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