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Die "neuen Gewürzstraßen"
Sonstiges 24.07.2013
Sonstiges 24.07.2013

Auswirkung der grenzüberschreitenden Einkäufe Die neuen Gewürzstraßen

Welche Bedeutung haben grenzüberschreitende Online-Einkäufe? Das hat eine Studie untersucht und daraus ein Bild der "neuen Gewürzstraßen" entwickelt. Über diese modernen Handelsrouten werden in diesem Jahr 105 Milliarden US-Dollar bewegt.

Das grenzüberschreitende Shoppingverhalten in den Märkten USA, Großbritannien, Australien, China (ohne Hongkong), Brasilien und Deutschland hat eine Studie untersucht, die den Titel "Modern Spice Routes: The Cultural Impact and Economic opportunity of Cross Border Shopping" trägt. Durchgeführt hat sie das Meinungsfrage-Institut Nielsen im Auftrag des Zahlungsdienstleister Paypal. Insgesamt werden über den grenzüberschreitenden Online-Handel in diesen sechs Märkten im Jahr 2013 Waren im Wert von 105 Milliarden US-Dollar bewegt. 94 Millionen Konsumenten werden dieses Jahr regelmäßig "im digitalen Ausland einkaufen".

Weitere Ergebnisse:

  • Bis 2018 wird der Warenwert um 200 Prozent auf eine Summe von 307 Milliarden US-Dollar steigen, die von 130 Millionen Käufern in Umlauf gebracht werden.
  • Die beliebtesten ausländischen Einkaufsziele der Käufer sind die USA, dort kaufen 45 Prozent jener ein, die bei ausländischen Online-Shops bestellen. Auf Platz zwei liegt Großbritannien (37 Prozent), gefolgt von China (26 Prozent), Kanada (18 Prozent), Australien (16 Prozent) und Deutschland (14 Prozent).
  • Zu den beliebtesten Kategorien des grenzüberschreitenden Einkaufs in den sechs beobachteten Märkten zählen Kleidung, Schuhe und Accessoires (12,5 Milliarden US-Dollar Warenwert), Produkte aus den Bereichen Gesundheit und Beauty (7,6 Milliarden US-Dollar), Schmuck und Uhren (5,8 Milliarden US-Dollar), Unterhaltungselektronik (6 Milliarden US-Dollar), Computer-Hardware (6 Milliarden US-Dollar) und elektronische Haushaltsgeräte (5,4 Milliarden US-Dollar).
  • Als wichtigste Gründe für den Online-Kauf von Produkten aus dem Ausland nannten 80 Prozent der Konsumenten Preisvorteile, 79 Prozent eine größere Vielfalt, die man vor Ort nicht findet.

Die internationale Nachfrage nach deutschen Produkten mit einem Export in die fünf anderen untersuchten Märkte wird laut Studie im Jahr 2013 einen Gesamtwert von 2,0 Milliarden Euro umfassen. Bis 2018 soll dieser auf 8,3 Milliarden Euro ansteigen. Für die Studie wurden im Zeitraum von Mai bis Juni 2013 insgesamt mehr als 6.000 Online Shopper befragt, die grenzüberschreitend einkaufen.

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