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Studie: Das mobile Internet nutzen Foto: Fotolia.de/ Franz Pfluegl
Sonstiges 24.02.2009
Sonstiges 24.02.2009

Marketingchancen im mobilen Web

Mobil surfen macht Spaß, wenn die Inhalte stimmen (Foto: Fotolia.com/Franz Pfluegl

Mobil surfen macht Spaß, wenn die Inhalte stimmen (Foto: Fotolia.com/Franz Pfluegl

Welche Möglichkeiten das mobile Internet den Unternehmen bietet, hat eine wissenschaftliche Studie von Jessica Stockhausen im Auftrag der Internetagentur Kernpunkt untersucht.

Die größten Hemmnisse für das mobile Internet sind derzeit die noch fehlende Netzabdeckung mit aktuellen Netztechnologien wie UMTS und HSPA+ und das Fehlen einheitlicher Standards für die Darstellung der Inhalte auf den Endgeräten. Beides wird sich aber der Studie zufolge in den kommenden Jahren deutlich verbessern. Die Versorgung mit mobilen Endgeräten hat fast die Sättigungsgrenze erreicht, weshalb von einem zukünftig starken Anstieg der Nutzung des Mobile Webs ausgegangen werden kann. Bis zum Jahr 2013 rechnen die Experten mit einem Anstieg von bis zu 47 Prozent.

Das mobile Internet eröffnet zukünftig Unternehmen völlig neue Möglichkeiten beispielsweise im Marketing: "Neue mobile Endgeräte kombinieren selbstständig gespeicherte Daten (Kalendereinträge, Kontaktdaten, bevorzugte Inhalte) mit ortsbezogenen Informationen, um eigenständig individuelle Tipps und Hinweise an den Endbenutzer zu geben", so die Studie und weiter: "Auch der Einbau in andere Systeme, zum Beispiel im Bereich Wearable Computing, ermöglicht viele zukünftige Einsatzbereiche."

Die Hersteller von Endgeräten und die Politik sind gleichermaßen gefordert. So müssen verbindliche Standards definiert und Sicherheitsmaßnahmen mit langfristiger Perspektive getroffen werden, die die Risiken auch zukünftiger Features minimieren. Vor allem dem gezielten Abhören und Manipulieren muss dabei ein Riegel vorgeschoben werden.

"Aufgrund der prognostizierbaren steigenden Nutzungszahlen sollten Unternehmen und Organisationen einen mobilen Internetauftritt langfristig einplanen", heißt es in der Untersuchung. Anhand eines Kriterienkatalogs können Unternehmen analysieren, welche Inhalte in welcher Form für mobile Endgeräte zugänglich gemacht werden sollten.

Kriterien für eine gelungene Mobilseite

Den eigenen Internetauftritt fürs mobile Internet zu gestalten, geht am einfachsten mit speziellen Stylesheets. Mobile Inhalte sollten neu überarbeitet und für die Zielgruppe individuell angepasst werden, rät die Autorin der Studie. "Insgesamt gibt es derzeit bei der Entwicklung mobiler Internetseiten einen deutlichen Trend zu einer neuen Konzeption von Inhalten und einer Optimierung mobiler Seiten für verschiedene Endgeräte."

Technisch bieten sich gegenwärtig vor allem zwei Ansätze an: Mobile Webseiten können entweder nach dem alten Standard Wireless Access Protocol (WAP) mithilfe der Wireless Markup Language (WML) oder nach dem neuen WAP-2.0-Standard mit XHTML-MP und dem WCSS-Standard gestaltet werden.

Um zu entscheiden, welche Inhalte unbedingt für mobile Geräten zugänglich sein sollten, nennt die Studie wichtige Kriterien. Damit lässt sich die Relevanz aller bisherigen Seiten des Webangebots anhand der Themenkreise Eigenschaften, Thematik, mobile Anwendungen, Zielgruppe, technische und kostenbezogene Kriterien beurteilen. Für den Unterbereich Thematik sieht der Katalog so aus:

Entertainment Ist der Inhalt aus dem Bereich Entertainment? 0 - nicht aus dem Bereich1 - enthält Entertainmentelemente2 - ausschließlich Entertainmentelemente
Commerce Ist der Inhalt aus dem Bereich Commerce? 0 - nicht aus dem Bereich1 - enthält Commerceelemente2 - ausschließlich Commerce
Informationen Liefert der Inhalt themen-/ortsbezogene Nachrichten, strukturierte Daten? 0 - nicht aus dem Bereich1 - enthält Infoelemente2 - ausschließlich Informationen

Weitere Informationen zu den Kriterien und die komplette Studie sind über die Internetagentur Kernpunkt erhältlich.

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