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Verkaufen im Omni-Channel-Zeitalter
Sonstiges 21.01.2014
Sonstiges 21.01.2014

Strategien für Händler Luxus verkaufen im Omni-Channel-Zeitalter

Paula Reed (MyTheresa.com), Ulric Jerome (Matches), Chris Kyvetos (Sneakerboy) und Imran Amed (Business of Fashion)

Paula Reed (MyTheresa.com), Ulric Jerome (Matches), Chris Kyvetos (Sneakerboy) und Imran Amed (Business of Fashion)

Menschen schauen offline und kaufen online. Mit welchen Strategien Händler auf dieses Konsumentenverhalten reagieren, darüber sprach Imram Amed von Business of Fashion mit Paula Reed (MyTheresa.com), Ulric Jerome (Matches) und Chris Kyvetos (Sneakerboy) auf der DLD Conference.

Chris Kyvetos hat mit Sneakerboy in Australien einen stationären Store gestartet, in dem Kunden Schuhe anfassen und anprobieren können, bestellt wird anschließend online. Die Sneakers werden aus Hongkong geliefert. Das Konzept werde von den Kunden gut angenommen, sagt Kyvetos, "unser Business ist völlig mobil". Viele Kunden machen Fotos im Laden, um sie anschließend auf Instagram mit ihren Freunden zu teilen.

Ulric Jerome sprach darüber, wie sich Matches von einem stationären Modegeschäft in London zu einem internationalen E-Commerce-Unternehmen gewandelt hat. Es sei darum gegangen, die Kunden zu bedienen, die aus der ganzen Welt kamen. Für die Käufer sei es nach wie vor wichtig, die Produkte in einem Ladengeschäft erleben zu können, betont auch Jerome. Die später hinzugekommene Ergänzung ".com" am Ende des Namens sollte die Verknüpfung zwischen Online und Offline herstellen. Dabei wird auch für Matches der mobile Kanal immer wichtiger: "40 Prozent unseres Traffics kommen von mobilen Endgeräten", über die inzwischen ein Drittel der Käufe abgewickelt werde, so Jerome. Deshalb sieht er das Geschäft nicht nur als ein Mode-, sondern auch als ein Technologieunternehmen. Die Devise heiße Mobile First: Erst werde für den mobilen Screen designed, dann an den Desktop-Screen angepasst.

Die wichtigste Herausforderung für Händler sieht Paula Reed von MyTheresa.com darin, die Kunden so persönlich wie möglich anzusprechen. Ein effektives Mittel, um Kunden zu begeistern, könnten im Bereich des stationären Handels auch spezielle Events sein. Der Online-Handel müsse vor allem sicherstellen, dass Kunden Produkte jederzeit kaufen können.

Über das Smartphone können heute immer mehr Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort erreicht werden. Gerade für Multichannel-Händler bietet das die Chance, bislang anonyme Kunden in ihrem Cross-Channel-Verhalten zu identifizieren. Die E-Commerce-Messe Internet World gibt Händlern praktische Tipps, durch welche Maßnahmen sie ihre Kunden besser kennenlernen können.

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