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Dm beendet Kooperation Amazon
Sonstiges 19.07.2013
Sonstiges 19.07.2013

dm beendet Kooperation mit Amazon Aus für den Internet-Vertrieb

dm hatte sich lange Zeit dem E-Commerce konsequent verweigert. Im Sommer 2011 startete der Drogeriemarkt den Vertrieb seiner Eigenmarken über Amazon. Doch nun wird die Kooperation wieder aufgegeben: Der Onlineverkauf von Drogerieartikeln hat sich nicht gelohnt.

Die Drogeriemarktkette dm beendet ihre 2011 gestartete Kooperation mit dem Online-Händler Amazon. Der Filialist mit Hauptsitz in Karlsruhe lässt die Belieferung von Amazon auslaufen, weil er kein wirtschaftlich tragbares Geschäftsmodell sieht. "Die Entwicklung der Absatz- und Umsatzzahlen bei Amazon zeigt uns, dass drogistische Produkte offenbar nach wie vor bevorzugt im stationären Einzelhandel gekauft werden", zitiert derhandel.de den dm-Chef Erich Harsch.

dm hatte insgesamt 1.700 Artikel aus dem Eigenmarkensortiment auf dem Online-Marktplatz angeboten. Der Online-Erlös soll allerdings nur knapp über dem einer durchschnittlichen dm-Filiale gelegen haben. Eine endgültige Absage wolle das Unternehmen dem Onlinegeschäft allerdings nicht erteilen: Man werde wie Entwicklungen im Onlinehandel weiter aufmerksam beobachten. Momentan gebe es allerdings "keine weiteren konkreten Entscheidungen".

Lange Zeit hatte der Drogeriemarkt den Einstieg in den E-Commerce konsequent abgelehnt. Im Sommer vergangenen Jahres gab es allerdings Überlegungen, den Webshop des ehemaligen Konkurrenten Schlecker aufzukaufen, um so den Einstieg in den Online-Handel zu schaffen. dm übernahm den Online-Shop dann doch nicht. Begründet wurde der Schritt mit den niedrigen Wert der Warenkörbe.

Laut einer Bitkom-Statistik hat allerdings bereits jeder fünfte Internetnutzer in Deutschland schon einmal Drogerieartikel im Web bestellt. Besonders die Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen und der 50- bis 64-Jährigen kaufen sich Deo und Co im Internet.

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