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Sonstiges 31.01.2008
Sonstiges 31.01.2008

"Internet Facts": T-Online prescht vor

Der Online-Vermarkter Interactive Media konnte seine jüngsten Kundenverluste flugs kompensieren. Im aktuellen AGOF-Vermarkterranking eroberte er Platz zwei zurück.

Es lief nicht alles ganz rund für InteractiveMedia in den vergangenen Wochen und Monaten. Doch trotz Kundenverlusten wie Bunte.T-Online.de oder den Online-Angeboten von MTV, die jetzt komplett von Adlink Media betreut werden, hat sich der Online-Vermarkter in der aktuellen Markt-Media-Studie "Internet Facts 2007-III" der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung den zweiten Platz im Ranking der reichweitenstärksten Online-Vermarkter zurückerobert. In der vorhergehenden Erhebung hatte SevenOne Interactive sich vor die Telekom-Tochter geschoben. "Die Beendigung der Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Bunte wirken sich aufgrund der bisherigen großen Überschneidungen bei den Usern zwischen der heutigen Bunte.de und T-Online.de nur marginal aus", sagt InteractiveMedia-Chef Guido Sachs zur Erklärung. Den zweiten Platz im aktuellen AGOF-Vermarkterranking verdanke man in erster Linie Reichweitenzuwächsen bei bestehenden Sites wie T-Online.de, aber auch Gofeminin.de oder Quoka.de.

Bei SevenOne Interactive sieht man den Rutsch auf den dritten Platz gelassen: "Mit 17,53 Millionen Unique Usern haben wir unser bestes Ergebnis aller Zeiten erzielt - und das allein mit organischem Wachstum", bilanziert SevenOne-Interactive-Geschäftsführer Matthias Falkenberg. Darüber hinaus sei man einer eigenen Erhebung basierend auf den "Internet Facts" zufolge Marktführer in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Und genau die sei es, die Marketer in ihrer Kampagnenplanung für 2008 im Web bevorzugt anzusprechen versuchen.

Ein genauer Blick auf die reichweitenstärksten deutschen Websites zeigt: T-Online.de zieht nach wie vor die meisten Nutzer an. "Das größte deutsche Portal hat seit Oktober 2007 um sieben Prozent zugelegt", lobt InteractiveMedia-Chef Guido Sachs. Allein seit der Erhebungswelle April bis Juni stieg die Zahl der Unique User um über eine Million. Ähnliche große Wachstumssprünge sind bei der Konkurrenz nicht zu beobachten: Web.de steigerte die Unique User in absoluten Zahlen um 390.000, Yahoo zählte rund 190.000 Unique User mehr auf seinen Seiten, während die Konkurrenten MSN, GMX und Freenet zum Teil erheblich Nutzer verloren.

Geradezu erdrutschartige Verluste verzeichnete der Preisvergleichsdienst Preisvergleich.de. Die Seite, die in den "Internet Facts 2007-II" mit einer Nettoreichweite von 7,6 Millionen Unique Usern noch Platz sieben im Ranking der reichweitenstärksten Websites einnahm, stürzte in der aktuellen Studie mit nur noch zwei Millionen Unique Usern auf Platz 37.

Die Studentencommunity StudiVZ, in der IVW-Zählung Pageimpressions-König, landete im AGOF-Ranking mit netto 3,45 Millionen Unique Usern und einer Reichweite im weitesten Nutzerkreis von 8,6 Prozent auf Platz 22. Die Lokalisten indes erzielten mit rund einer Million Unique Usern eine Reichweite von 2,5 Prozent. Bei den Videoportalen liegt MyVideo von ProSiebenSat.1 mit 6,6 Millionen Unique Usern deutlich vor der RTL-Konkurrenz Clipfisch mit 2,9 Millionen eindeutigen Nutzern.

Insgesamt surfen laut AGOF-Universum mehr als 41 Millionen Einwohner in Deutschland ab 14 Jahren im Netz, 40 Millionen davon in den vergangenen drei Monaten. Im vorhergehenden Quartal zählte die AGOF noch 39,6 beziehungsweise 38,5 Millionen Internet-Nutzer.

Mehr zu den aktuellen "Internet Facts 2007-III" lesen Sie in der kommenden Ausgabe der INTERNET WORLD Business (EVT: 4.02.2008).

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