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Webstatistik für das dritte Quartal 2011 (Foto: istock.com/Kronick)
Sonstiges 04.10.2011
Sonstiges 04.10.2011

Webstatistik für das dritte Quartal 2011 Internet Explorer 9 und Safari auf Erfolgskurs

Veraltete Browser und Betriebssysteme kommen immer seltener zum Einsatz. Das sorgt für ein Aufatmen bei den Webentwicklern. Der Internet Explorer 6 wird nur noch von 1,5 Prozent der deutschen Internetuser verwendet. Deutlich zulegen können dagegen der Internet Explorer 9 und Apples Browser Safari.

Insgesamt dominiert Mozillas Browser Firefox mit 39,9 Prozent Marktanteil in Deutschland. Dennoch büßte der Browser gegenüber dem zweiten Quartal rund ein Prozent Reichweite ein. Noch stärker viel der Verlust bei Dauerrivalen Microsoft Internet Explorer aus. Alle Browserversionen zusammen kommen im dritten Quartal 2011 auf 31,8 Prozent, also 2,2 Prozentpunkte weniger als noch im Vorquartal. Bei beiden Browsern zeigt sich, dass die Nutzer zunehmend auf die neuen Versionen aktualisieren. Mozilla selbst leistet dazu aktiven Vorschub: der Firefox hält sich auf Wunsch selbst auf dem Laufenden.

Gute Nachrichten für Webentwickler: Die Version 6 des Internet Explorers fällt auf einen Marktanteil von 1,5 Prozent und kann damit bei der Entwicklung neuer Webseiten außer Acht gelassen werden. Auch der Marktanteil des IE 7 sinkt allmählich. Derzeit nutzen ihn noch 6,8 Prozent der Deutschen. Der Internet Explorer 9 legt dagegen weiter zu: Seine Nutzergemeinde vergrößerte sich um drei Prozent im dritten Quartal. Insgesamt wird er auf 6,4 Prozent aller Rechner eingesetzt. Hält dieser Trend an, könnte der IE 9 bereits im kommenden Quartal Googles Chrome überholen. Chrome verbessert sich im aktuellen Quartal ebenfalls, aber nur um 0,6 Prozent auf 6,9 Prozent. Über einen kräftigeren Zuwachs kann sich Apples Safari freuen: Der Browser gewinnt zwei Prozent und kommt damit auf einen Marktanteil von 18,3 Prozent. 

Android legt zu

Bei den mobilen Betriebssystemen kommt Android immer besser in Fahrt. Das Google-Betriebssystem erreicht im dritten Quartal 2011 13,4 Prozent Marktanteil, was einem Zuwachs von 3,3 Prozent entspricht. Entsprechend verliert Apples Betriebssystem iOS: Auf der einen Seite steht ein Rückgang um 3,5 Prozent, auf der anderen aber auch ein marktbeherrschender Anteil von 78,4 Prozent. Davon entfällt das Gros des Traffics (41,9 Prozent) auf die aktuellen iPhone-Modelle mit iOS 4. Auf das iPad entfallen rund 31 Prozent aller Zugriffe auf das mobile Internet. Die internetfähigen iPods spielen mit 3,7 Prozent kaum eine Rolle, zumal ihr Anteil deutlich um gut ein Prozent zurückgeht. Ebenfalls nur marginalen Anteil haben Smartphones mit Windows Phone 7. Ihr Anteil am mobilen Internet liegt bei 0,55 Prozent. Dies könnte sich aber mit dem neuesten Software-Release 7.5, das unter dem Codenamen "Mango" erschienen ist, ändern.

Bei den Desktop-Systemen sieht es anders aus: Sie sind fest in der Hand von Microsoft. Zwar verliert der Konzern quer über alle Versionen leicht, behält aber mit 80,9 Prozent seine dominierende Stellung. Der Support für Windows XP läuft zwar noch bis 2014, doch vielfach genügt die Hardware nicht mehr den Ansprüchen und wird erneuert und damit in der Regel auch das Betriebssystem. So erklärt sich, dass das inzwischen zehn Jahre alte Windows XP drei Prozent Anteil verliert, während Windows 7 in gleichem Umfang hinzugewinnt. Doch nicht alle Microsoft-Kunden bleiben dem Konzern erhalten. So geht die Zahl der Vista-Nutzer im abgelaufenen Quartal um 1,5 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent zurück. Davon profitiert Apple. Immer mehr Nutzer kaufen sich einen Computer mit Mac OS X. So gewinnt das Apple-Betriebssystem 1,6 Prozentpunkte und kann damit erstmals einen Marktanteil von mehr als 15 Prozent für sich verbuchen.

Breitbild-Auflösungen sind im Kommen

Die Bildschirme der Nutzer werden breiter. Wie schon in den vergangenen Quartalen stieg der Anteil der Monitore mit HD-Auflösung (1366x768 Pixel) um 0,7 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent. Am weitesten verbreitet ist die Auflösung 1280x800 Pixel (18,4 Prozent), gefolgt von 1024x768 Pixel (14,4 Prozent) und 1280x1024 Pixel (13,9 Prozent).

Deutschland ist Google-Land - zumindest wenn es nach der Suchmaschinen-Nutzung geht. Fast 94 Prozent aller Anfragen laufen über die Suchmaschine, während auf Wettbewerber Bing nur 1,4 Prozent aller Anfragen entfallen. Dahinter folgen T-Online mit 1,1 Prozent und Yahoo mit einem Anteil von 0,7 Prozent.

Bei den Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte der von Webtrekk analysierten deutschen Kundensites, bestehend aus stark frequentierten Premiumangeboten aus den Bereichen E-Commerce, Finanzen und Medien mit insgesamt über 100 Millionen Besuchern pro Monat.

Sie wollen die aktuellen Zahlen mit den früheren vergleichen? Kein Problem, hier ist die Webstatistik für das zweite Quartal 2011.

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