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Sonstiges 19.03.2013
Sonstiges 19.03.2013

Cars-Online-Studie Das Internet dominiert den Autokauf

Bereits jeder Dritte kann sich vorstellen, sein Auto online zu kaufen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Cars Online" des Beratungsunternehmens Capgemini. Gleichzeitig gewinnen auch die Autohäuser wieder zunehmend an Bedeutung.

Das Internet und digitale Technologien sind mit dem Autokauf inzwischen untrennbar verbunden. Das zeigt die aktuelle Studie "Cars Online", für die Capgemini Consulting in den acht Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Russland, Brasilien, China und USA über 8.000 Personen befragt hat. Demnach fangen 94 Prozent aller Käufe mit einer Recherche im Internet an. Rund ein Drittel der Autokäufer in entwickelten Märkten (in Deutschland 35 Prozent) können sich sogar einen kompletten Kauf über das Netz vorstellen. In wachsenden Märkten wie China, Indien oder Brasilien ist es sogar knapp die Hälfte. Für Autoteile und Zubehör liegt die Bedeutung des Internets als Verkaufskanal noch deutlich höher: Rund zwei Drittel der deutschen Käufer sind bei diesen Produktkategorien offen für den Online-Kauf, nur noch jeder Zehnte (Zubehör) beziehungsweise jeder Fünfte (Ersatzteile) verzichtet hier komplett auf das Internet. Auch die sozialen Netzwerke, Foren und Blogs erobern ihren Platz im Entscheidungsprozess: In Deutschland beeinflussen positive Einträge zu 59 Prozent und negative Einträge zu 54 Prozent den Kauf (weltweite Zahlen 69 bzw. 57 Prozent).

Parallel zum immer stärker digital orientierten Kauferlebnis stieg über die letzten Jahre hinweg die Bedeutung des Händlers als zentrale Anlaufstelle. So erachteten 2010 nur noch 37 Prozent der deutschen Autokäufer den Händler als wichtige Informationsquelle; in der aktuellen Untersuchung sind es hingegen 64 Prozent. Bei den markengebundenen Informationsangeboten, also den Websites der Hersteller, rangieren der Autokonfigurator und - insbesondere bei den deutschen Interessenten - die Möglichkeit, eine Testfahrt zu buchen, weit oben auf der Wunschliste. Beides stellt eine Brücke zum Handel dar, die gemeinsam mit den Herstellern entsprechend gestaltet werden muss. Denn zum Zeitpunkt des ersten Kontakts mit einem Händler haben vier von fünf Interessenten noch keine Entscheidung für ein bestimmtes Modell getroffen. Zwar kann der Händler weiterhin über die Testfahrt, die Präsentation des realen Fahrzeugs oder die persönliche Preisverhandlung punkten. Doch diese "klassischen" Faktoren sollten unter anderem durch 3D/4D-Konfiguratoren im Verkaufsraum (von 39 Prozent der deutschen Käufer gewünscht) oder interaktive Touch Screens (32 Prozent) ergänzt werden, die dem Nutzer ein durchgängiges Erlebnis vom Web zum Showroom bieten. 

Doch nicht nur der Kaufprozess ist immer stärker durch die Digitalisierung geprägt, der Wandel findet auch bei der Ausstattung der Fahrzeuge statt. Die meist präferierten Web-Applikationen innerhalb des Autos kommen aus den Kategorien "Sicherheit", "Fahrverhalten", "Diagnose/Kundendienst" und "Infotainment". Dabei sind die Autofahrer durchaus bereit, Daten mit den Automobilherstellern oder ihrem Händler zu teilen: 73 Prozent weltweit, in Deutschland 47 Prozent. In der Regel ist die Bereitschaft aber an einen Anreiz gekoppelt oder der Datenaustausch müsste anonymisiert geschehen.

Bei den Smartphone-Apps, die rund um das Auto zum Einsatz kommen könnten, gehören bei den deutschen Kunden die Pannenhilfe (71 Prozent), Lokalisierung eines gestohlenen Kfz (70 Prozent), die Fernsteuerung (64 Prozent) sowie ein Service-Erinnerer (63 Prozent) und Nachrichten vom Hersteller (64 Prozent) zu den Favoriten.

Die Studie "Cars Online" untersucht seit 1999 im jährlichen Abstand die Entwicklungen beim Autokauf. Die vollständige Ausgabe 2013 steht als PDF zum Download bereit.

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