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"In-Game-Advertising lohnt sich"
Sonstiges 05.02.2009
Sonstiges 05.02.2009

"In-Game-Advertising lohnt sich"

Greentube-CEO Eberhard Dürrschmid

Greentube-CEO Eberhard Dürrschmid

Bandenwerbung bei virtuellen Sportereignissen - das ist das Erfolgsrezept von Eberhard Dürrschmid. Seine Firma Greentube entwickelt Onlinegames, die sich über Werbung finanzieren. Das bekannteste ist SkiChallenge.

Sie haben geschafft, wovon viele träumen: Sie entwickeln Spiele, die sich vollständig über Werbung finanzieren.

Eberhard Dürrschmid: Bei den Spielen gibt es ein duales System wie im Fernsehen: Entweder ich zahle fürs Produkt oder ich lasse es über Werbung finanzieren. Wir waren vor vier Jahren die ersten, die in Europa mit dem In-Game-Advertising angefangen haben. Für unser Geschäftsjahr 2008/2009 erwarten wir 50 Prozent Wachstum. Wir sind profitabel, bei uns kann also von Krise keine Rede sein.

Wie schaffen Sie das?

Dürrschmid: Onlinewerbung wächst und Onlinegaming auch - wir profitieren von beidem. Derzeit beträgt der Umsatz mit Onlinespielen zehn Prozent des Gamesmarktes, 2011 soll es Studien zufolge schon ein Drittel sein. Sie sehen, das Wachstum ist rasant. Neben dem finanziellen Aspekt haben Onlinegames einen weiteren Vorteil gegenüber den Konsolenspielen: Das Produkt ist zu hundert Prozent digital distribuiert, man muss in keinen Laden mehr gehen.

Welche Spiele bieten Sie an?

Dürrschmid: Wir haben E-Sport-Games aus den Bereichen Skirennen, Mountainbiken, Motorradfahren, Fußball und Formel 1 im Portfolio. Unser beliebtestes Spiel ist SkiChallenge mit sechs Rennstrecken.

Wie oft wurde SkiChallenge heruntergeladen?

Dürrschmid: In der vergangenen Saison haben wir 5,8 Millionen Spiele distribuiert. 330 Millionen Rennen wurden gefahren, 15,5 Milliarden Ad-Impressions ausgeliefert. Ski-affinen Nationen wie den Alpenländer, Skandinavien und Kanada bieten wir eine eigene Version mit nationalen Sponsoren.

Werbung profitiert von der Begeisterung fürs Spiel

Wie finden Sie Ihre Sponsoren?

Dürrschmid: Wir haben für jedes Land einen Medienpartner, in Deutschland ist das SevenGames.de, die Gamesplattform von ProSieben.de. Die Partner kümmern sich um die Sponsoren und dürfen dafür die Downloads auf ihren eigenen Seiten anbieten.

Wie kann in den Spielen geworben werden?

Dürrschmid: Man kann wie im echten Sport Bandenwerbung machen, da bieten wir verschiedene Pakete an, oder das gesamte Ereignis belegen, wie das Wagner Pizza in Deutschland macht. Jeder Spieler sieht die Werbung des Landes, dessen Version er heruntergeladen hat. Der Vorteil für die Werbetreibenden: Die Spieler betrachten das Medium mit Begeisterung und großer Konzentration.

SkiChallenge kann hier runtergeladen werden.

Auszüge aus dem Interview mit Eberhard Dürrschmid als Video:

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