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Logistikzentrum in Bad Hersfeld
Sonstiges 05.12.2013
Sonstiges 05.12.2013

Sortiment- und Preisgestaltung großer Online-Shops Wie günstig ist Amazon?

Logistikzentrum in Bad Hersfeld

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Marktführer Amazon hat unter Verbrauchern den Ruf, alles anzubieten - und dabei noch der günstigste Händler zu sein. Inwieweit dieses Image der Realität entspricht, hat PreisAnalytics herausgefunden.

Bei allen Produkten der günstigste Anbieter zu sein, das kann auch Amazon nicht schaffen. Eine Untersuchung von PreisAnalytics, einem Anbieter von Tools zur Markt- und Preisbeobachtung, zeigt, dass Amazon zwar die höchste Sortimentsabdeckung, jedoch selten die Preisführerschaft innehat - und dennoch besser dasteht als die Konkurrenz.

So ergab die Analyse von in Preisportalen am häufigsten gesuchten Produkten, dass Amazon und Marketplace-Händler zu 83,2 Prozent diese Artikel auch tatsächlich im Sortiment führen. Die Marktführerschaft gelingt jedoch nur mit den Produkten der Amazon Marketplace-Händler. Amazon selbst findet sich mit einer Produktabdeckung von 56,7 Prozent hinter dem eigenen Marktplatz und hitmeister.de auf dem dritten Platz wieder.

Amazon Marketplace hat auch die günstigsten Preise. Sieben Prozent der gelisteten Produkte werden zum Bestpreis angeboten, bei Amazon und meinpaket.de sind es jeweils vier Prozent. 

PreisAnalytics wertete für die Studie die 3.442 meist gesuchten Artikel im November aus. Berücksichtigt wurde dabei die Schnittmenge der Bestseller-Listen zu den am häufigsten nachgefragten Produkten von marktführenden Preisportalen in Deutschland. Anschließend wurden jeweils die zehn Onlinehändler aus den wichtigsten Branchen mit der größten Sortimentsabdeckung auf den Preisportalen untersucht.

Die Klausel zur Preisparität hat Amazon auf Druck des Bundeskartellamts im November 2013 europaweit abgeschafft. Diese schrieb Händlern, die auf Amazon verkaufen, vor, ihre Produkte auf keiner anderen Plattform günstiger anzubieten. Amazon fördert sein Günstig-Image auch mit Rabatt-Aktionen: In seiner sogenannten Cyber-Monday-Woche hatte der Konzern 3.500 Deals mit insgesamt über einer Million Produkten im Angebot, die bis zu 50 Prozent reduziert waren.

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